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Mitteilung aus der Kronen-Gruft 16: Noch ein Blick ins Brevier…

  • Die Hände habe ich gewaschen!

Aber wie war noch mal der Mindestabstand?

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Mitteilung aus der Kronen-Gruft 15: Zigarrenabend

Lieber Martin, lieber Stefan,

habt Ihr heute Abend mal in die Sportschau reingesehen? Ich glaube, es war das Spiel Hertha BSC gegen Hoffenheim, das mir in Erinnerung geblieben ist. Nach jedem Tor lagen sich alle in den Armen und bildeten sog. Jubelcluster.

Ich habe die Befürchtung, dass es uns auch so ergehen könnte, wenn wir bei einem ersten Treffen nach dem absoluten Lockdown etwas grillen würden oder Seranoschinken anschneiden. Ich sehe das plastisch vor mir: Einer holt ein gelungenes Grillgut vom Schwenker, und weil das so toll aussieht, liegen wir uns in den Armen. Oder Martin schneidet mit Handschuhen den Schinken, und nach jeder gelungenen dünnen Scheibe fallen wir ihm um den Hals.

Ich will jetzt nicht einmal von Risikogruppen sprechen und dergleichen Sprüchen, die nach Ausreden aussehen. Ich appelliere lediglich an die Merkelsche Vernunft und schlage vor, bei der Lockerung des Lockdowns nicht zu locker zu verfahren.

Meine Regeln: Jeder bringt mit, was er braucht (außer Getränke, die sind in Flaschen und also safe). Ich bereite einen Tisch vor mit drei Stühlen und drei Aschenbechern. Ihr kommt und verteilt Euch hygienisch einwandfrei, also mit Mundschutz und Abstand.

Und dann sitzen wir um einen Tisch, machen ein Loch in den Mundschutz wegen der Zigarre, geben uns distanziert, aber sind innerlich sehr verbunden, ich gieße Wasser, Rotwein und Brandy ein, während ihr 1 1/2 m zurücktretet. Wenn die Gläser voll sind, dürft Ihr Euch wieder setzen. Dann reden wir, besser: wir nuscheln, weil das angeblich gesünder ist…

Das ist der ultimative Lakmustest unserer Freundschaft. Wenn wir uns dann in zwei oder drei Jahren, nach der Einführung eines Impfstoffes, wieder einmal treffen sollten, ich würde hoffen, wir alle drei, dann werden wir uns bestimmt an diesen Abend erinnern und denken: Locker war das nicht!

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Mitteilung aus der Kronen-Gruft 14: Arthur Schopenhauer

Übrigens – bemerkenswert ist das – fasst sich Leo Läufer während seines Vortrags nur einmal ins Gesicht, genauer, an die Nase, nämlich als er von Durst spricht, wobei er das Wort Durst wiederholt (Doppelter Whiskey?).  Joe Biden soll sich während einer 10-minütigen Video-Ansprache aus seinem Keller in seinem Haus in Delaware (?) 6mal ins Gesicht gegriffen haben (weil ja sonst nichts Greifbares da war?). Unsere Corona-Reporter und US-Wahlkampf-Beobachter haben das gewissenhaft notiert.

PS: Ich habe am 3. Juli einen Termin bei Sebi, meiner Lieblingsfriseuse, bekommen!

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Mitteilung aus der Kronen-Gruft 13: Immanuell Kant

Dalwhinnie – Winter’s Gold. Das ist mein Lieblings Single Malt in dieser trockenen Zeit, in der Husten verboten und Hände Waschen geboten ist. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Oder doch? Ich habe mit Vergnügen Axel Milberg in einem Podcast der Süddeutschen Zeitung verfolgt, der fast täglich aus Werken der Weltliteratur vorlas. Heute hat er seine letzte Lesung gehalten. Aber das Leben muss ja weitergehen. Also lese ich nun etwas aus den Werken Leo Läufers, nicht als Podcast, sondern mit Hilfe von Photo Booth, und beginne mit einer Homage an Immanuel Kant, indem ich in wenigen Versen seine Philosophie erkläre. Viel Spaß!

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Mitteilung aus der Kronen-Gruft 12

Vielleicht ist dem einen oder der anderen ja aufgefallen, dass ich mein Profilbild vor ein paar Tagen geändert habe. Da war vorher viel Holz zu sehen. Holz vor der Hütte, im eigentlichen Sinne. Aber in diesen Corona-Zeiten tut man sich ja schwer mit Holz vor der Hütte, im uneigentlichen Sinne zumindest. Ich habe also das Bild ersetzt durch ein Naturwunder, sozusagen. Tränende Herzen sind da zu sehen. In diesen Zeiten öffnen sich die Herzen, jeder Mensch entdeckt wieder die solidarische Seele. Wir alle warten auf das Ende. Also auf den Anfang. Bald gibt es wieder Holz vor der Hütte. Ich werde das dann zu gegebener Zeit bildlich demonstrieren. Inzwischen ein Bild zum Thema: All you need is love.

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Mundschutz ist Eigennutz!

Sie gehen in diesen Tagen (noch) ohne Mundschutz durch die fast leergefegten Straßen der Innenstadt. Und jeder Fußgänger scheint seines Weges zu gehen. Manchmal streift jemand gefährlich nah an Ihnen vorbei, völlig achtlos.

Und nun setzten Sie mal einen Mundschutz auf und tun dasselbe, gehen also durch dieselben leergefegten Straßen der Innenstadt. Jeder geht da längst nicht mehr seines Weges. Niemand streicht achtlos an Ihnen vorbei. Denn jeder, der keinen Mundschutz trägt, überlegt sich schon von Weitem, wie er Ihnen begegnen soll. Die einen bleiben in sicherem Abstand plötzlich vor einem Schaufenster stehen, in dem nichts ausgestellt ist. Andere wechseln die Straßenseite oder machen zumindest einen großen Bogen um Sie.

Mundschutz? Geht doch! Nützt Ihnen wahrscheinlich mehr als anderen.

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Der Virologische Imperativ

Vor ein paar Tagen hat jemand in einer Sendung zur Corona-Krise den Begriff „Virologischer Imperativ“ verwendet, um damit auszudrücken, was nun nottut.

Der Begriff „Kategorischer Imperativ“ ist zentraler Bestandteil der Ethik Immanuel Kants, der besagt:

„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“

Manche Leute sagen auch, die etwas bekanntere Version dieses Gebotes lautet:

Was du nicht willst, dass man es dir tut, das füg auch keinem anderen zu!

Offenbar hatte der oben zitierte Interviewpartner (leider kann ich mich nicht entsinnen, wer das war) den Kantischen Imperativ im Hinterkopf, als er von einem virologischen Imperativ sprach, der offenbar in etwa so lauten könnte:

Halte so viel Abstand zu anderen Menschen, wie Du von demjenigen erwarten würdest, von dem Du annehmen kannst, er sei mit dem Corona-Virus infiziert.

Und solange es keinen wirksamen Impfstoff gegen das Virus gibt, also nach Schätzungen noch etwa 1 1/2 Jahre, sollte dieser Virologische Imperativ gelten.

So einfach ist das. Und so schrecklich.

Und so einfach ist auch die folgende Überlegung: Wenn sich alle Menschen überall an dieses Gebot halten würden oder müssten, würde unsere Gesellschaft sehr bald an einer kompletten Auszehrung leiden und kaputt gehen.

Was tun? (Fragte schon Lenin…)

Dieses Gebot müsste für systemrelevante Bereiche oder Ereignisse gelockert oder modifiziert werden. Eine Geburtstagsparty würde wohl eher nicht dazu gehören, Geschäfte und Produktionsstätten schon. Ohne die Öffnung der letzteren könnten ja erstere gar nicht stattfinden (man braucht ja Tischdecken, Getränke, Geschenke, etc.), aber ohne solche Feiern könnte ja durchaus produziert und verkauft werden.

Noch einmal: So einfach ist das. Ist das nicht schrecklich?

Worum es eigentlich geht: „Nur“ um Schadensbegrenzung, Risikominimierung und- darum, dass möglichst viele Menschen gesund bleiben.

Womit wir allerdings bei einem utilitaristischen Standpunkt wären (siehe z.B. Jeremy Bentham), ethisch gesehen. Aber die Frage kann doch nicht sein: Kant oder Bentham? Sollen die beiden sich doch vertragen und auch mal Abstriche machen. Müssen wir jetzt doch alle.

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Mitteilung aus der Kronen-Gruft 10

Hier ist meine absolute Buchempfehlung für dieses Frühjahr, eine kürzlich erfolgte Publikation von Kurzgeschichten von T. C. Boyle in deutscher Sprache bei Hanser, in denen Futuristisches, Skurriles, Umweltkritisches, Persönlich-Tragikomisches und Gesichtsmasken-Mundschutzthematisches versammelt ist. Eine kleine Übersicht über den Inhalt ist unter Reflexe und Reflexionen zu finden.

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Mitteilung aus der Kronen-Gruft 9


Melancholie

Die Zeit wird mir
so lang, so lang, so lang
wird mir die Zeit.

Ums Herz wird mir
so bang, so bang, so bang
wird mir ums Herz.

Der Geist ist mir
so leer, so leer, so leer
ist mir der Geist.

Das Leben ist
so schwer, so schwer, so schwer
ist mir das Leben.

Doch jedem Ende
wohnt ein Anfang inne?
Ich hab‘ dem Märchen nie geglaubt,
wenn ich mich recht besinne.

Leo Läufer im April 2020

PS: Der andere Hermann möge mir meine Anspielung verzeihen…

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Mitteilung aus der Kronen-Gruft 6

Gute Nachrichten!

Hans-Christian schrieb am 26. März

Das Virus treibt es mit uns arg
und macht uns Angst und bange.
Die einen liegen bald im Sarg,
die andern leben lange.

Leo Läufer hat die gute Nachricht:

Und liegen wir auch bald im Sarg,
so ist mir doch nicht bange.
Denn in dem Sarg, there in the Dark,
gibt’s Brandy, zeitlos, lange!

Hat man jedenfalls bei FOX NEWS behauptet…


Corner-Wuz is lurking…

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