Latvian Blues Band in Saarbrücken

Am Sonntag, den 15. Juli 2018, war die Latvian Blues Band 2.000 km aus Riga angereist, um die Saarbrücker Bluesfans zu begeistern. Das Wetter spielte mit, die Band auf und das Publikum auch eine Rolle. Die Temperaturen näherten sich 30 Grad, die Band schien entfesselt, im Publikum viele bekannte Gesichter (nur Gabi, für die ich alles täte, war nicht ta). Der exotische Tänzer mit der Cola-Flasche, die exotische Tänzerin mit dem coolen Ausschnitt, der Dicke Herr mit dem Strohhut, der Distinguierte mit der silbernen Mähne, der alte Graue mit der jungen Schwarzen, der gestrige Hippie, sie und noch viel mehr waren da und rockten. Bluesten? Die Kellnerinnen flitzten, die gemütlicheren Herrschaften sitzten an den Tischen und ein paar Biker im Yellow Dress fitzten, genauer, schoben ihre Fitze (nederlands) durch jede erdenkliche Ritze. Mütter ruhten auf Decken, Männer zischten auf Zecken und Kinder sah man so gut wie gar nicht. Und das alles untermalt, überspielt und durchdrungen von diesem Blues aus Riga. Die Jungs hatten es echt drauf. Aber seht selber.

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Multitasking

Saarbrücken-Dudweiler, Schwähnselstraße

Was macht der Mann in dem Auto?

Er telefoniert.

Er macht es sich gemütlich.

Er stellt seine Knie zur Schau.

Er hat angehalten.

Er räkelte sich.

Er überbrückt eine Wartezeit.

Er nimmt die Gelegenheit wahr, etwas zu tun, was er vorher oder nachher nicht mehr tun kann.

Er streckt die Beine aus dem Fenster.

Er macht eine Art Modenschau.

Er stellt sich zur Schau.

Er weiß nicht, was er tut.

Er sitzt im Auto und telefoniert.

Er macht es sich unglaublich bequem.

Er hebt den Hintern und furzt.

(Schließlich kommt seine Freundin mit eine Dose Bier. Sie trinken beide ein paar Schluck. Er zündet den Motor an. Er fährt los.)

Kleiner Stellungswechsel, ein Bier, dann ab die Post.

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Feministisch-virtuelles Rumpelstielzchen

STATUSMELDUNG in eigener Sache:

Unter Reflexe und Reflexionen habe ich eine weitere „Buchbesprechung“ veröffentlicht, besser gesagt: einen Doppelschlag gegen eine viel veröffentlichte Lyrikerin und eine Frau, die aus dem Internet zu uns und über uns kam. Und einen Tipp für diejenigen, die sich eher eine Hand abhacken würden als ein Buch weg schmeißen…

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Bad Temper Joe – Sonntags ans Schloß

Am 8. Juli war es wieder soweit. Bad Temper Joe spielte am Schloss in Saarbrücken auf mit seiner Band, Max Dettling am Bass, Paul Moser am Schlagzeug und Marcel Rahe mit Mundorgel. Geboten wurde „zeitgemäßer Roots-Blues“ (whatever that means), der „staubtrocken“ daherkommen soll, zugleich aber auch „gefühlvoll“, und weil das offenbar unzureichend beschrieben ist, soll er noch „einfach mitreißend“ sein, wie die Vorankündigung verheißt. Lap-Slide-Gitarre gehörte zum Programm, genauso wie das bad-temperierte Genuschele Joes, bei dem man oft nicht wusste, ob er Englisch sprach oder irgendeinen Bielefelder Dialekt.

Für meine Freunde stelle ich ein paar Fotos online, wie immer durch Passwort geschützt. Diese im nächsten Beitrag.

Und  für meine allgemeinen BLOG-Follower hier ein paar Bilder,  öffentlich zugängliche Impressionen :

 

 

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Geschützt: bad temper joe sonntags am Schloß

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Unser Trumpeltier

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26. Juni 2018 · 1:19

Sonntags ans Schloss

Am Sonntag, den 10. Juni, begannen in Saarbrücken wieder die Blues-Konzerte. Am frühen Nachmittag würde eine Parade durch Saarbrücken ziehen, Christopher Street’s Day. Ich habe also einen Freund mit ans Schloss gebracht, der sich zunächst gesperrt hatte, da ihn wieder mal seine Migräne plagte  und er fast wahnsinnig vor Schmerzen wurde. Aber er kam dann schließlich doch mit. Wir haben uns gemeinsam (!) die First Class Blues Band angehört. Von der alten Truppe, die in den vergangenen Jahren immer wieder ans Schloss kam, war zunächst niemand da. Außer mir. Habe vor allem Gabi ganz groß vermisst. (Hallo Gabi, melde Dich mal!) Und es gab noch etwas Neues: Links und rechts von mir reckten sich Hände empor, mit Handys, die dazu benutzt wurden, offenbar das gesamte Konzert zu filmen. Schaurig. Denn diese Leute kriegen doch nichts mit und schauen sich das auch später nie mehr an. Und dabei spielte die Band wie gedopt. Chicago-Blues vom Feinsten. Mit einem realen roten Piano, Saxophon und Mundharmonika, Gitarre, Bass und Schlagzeug. Die Jungs verstehen ihr Handwerk und brachten die alten Stücke souverän rüber. Locker und witzig. Und auch mit ein bisschen Ernst. Denn im Grunde waren diese musikalisch sehr ernst zu nehmenden Typen ernst veranlagt. Das bringt der Blues so mit sich…  Es hat halt alles gepasst!  Und dann entdeckte ich Stefan, aber er mich nicht. Ich habe ihm zugewunken, aber er reagierte nicht. Später sagte er mir, er habe mich nicht erkannt. Nicht erkennen wollen? So ein seriöser älterer Müllmann mit Strohhut und 100 % verspiegelt-versiegelter Sonnenbrille wollte sich mit diesem Nietzsche-Hippie offenbar nicht gemein machen…

Stefan, mit scharfer Brille, aber ansonsten ziemlich unscharf, vielleicht auch ein bisschen zahnlos (kann man leider nicht genau erkennen), konzentriert sich ganz auf den Blues…

 

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