Hambacher Forst

Habe heute zufällig einen Bericht auf ARTE gesehen, in dem es um den Kampf gegen das Ozonloch ging. Damals hatten sich vor allem Ronald Reagan und Margret  Thatcher engagiert, Reagan, da er seine Nase verbrannt hatte und daraufhin einen Krebs ebendort bekam, Thatcher, da sie Chemikerin war und kapierte, was die weitere Verwendung von FCKW bedeuten würde.

Merkel hat als Physikerin offenbar sofort gewusst, was die Atom-Katastrophe in Japan bedeutete und bei der Atomenergie den Rückwärtsgang eingelegt. Mit Braunkohle und Bäumen scheint sie sich nicht so auszukennen. Und der amerikanische Präsident scheint eine intakte Nase zu haben, ist aber ansonsten ziemlich hirnverbrannt, da er den Klimawandel für ein Märchen hält.

Schlechte Aussichten.

Den Hambacher Aktivisten zolle ich Respekt. Wenn ich vierzig oder fünfzig Jahre jünger wäre, würde ich mich wahrscheinlich auf einem dieser Bäume anschnallen.

Und gesetzt den Fall, ich würde mir sagen: Was spielt denn das Alter eine Rolle – Ich könnte nicht dabei sein, da die Polizei das Gelände „weiträumig abgesperrt hat“.

Der Wald wird übrigens geräumt, um die Aktivisten zu schützen. Denn die Baumhäuser entsprechen nicht den Brandschutzbestimmungen von NRW. Und da könnte ja einer bei einem Brand ums Leben kommen…  NRW und RWE ziehen an einem Strang. Politik und Kapital. Und zur gleichen Zeit „würdigt“ der  Ministerpräsident von NRW das Ende des Bergbaus in NRW im Parlament. Und gedenkt unserer polnischen und türkischen Freunde, die „unser Land mit aufgebaut haben“…

Eine Farce?

Willkommen in der Wirklichkeit.

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Affenhitze

Hier ein paar Bildchen, die einen Bezug zum deutschen Lieder- und Märchenschatz haben. Auch auf Facebook gepostet, wo sie aber nicht im allgemeinen Freundesnachrichtenticker erschienen sind. Dort waren sie mit dem folgenden Vorspann ausgerüstet:

Deutsches Märchen- und Liedgut: Schwänzchen in die Höh‘ – Tischlein Deck dich, und du streck dich. Oder: Strategien beim Umgang mit dieser Affenhitze…

Schwänzchen in die Höh‘

 

Tischlein, deck dich!

 

Kater, streck dich!

 

Ich habe das natürlich nicht so stehengelassen:

Hey Freunde, kann es sein, dass ein neues Post von mir in den neuesten Nachrichten nicht erscheint, weil ich darin die vierte Zeile des Liedchens „Alle meine Entchen“ zitiert habe? Oder weil ich mit dem Begriff „Affenhitze“ sowohl das Wetter als auch die Affen verunglimpft habe? Sozusagen mit einem Schlag gegen #metoo und #metwo verstoßen, pardon, gesündigt habe?

Mein Freund Christof jedenfalls hat mir verziehen (Christof  ist kein Affe, sondern einer meiner Meisterschüler.) und kommentierte:

absolvo te, hortor ut pergas

 

That‘s the way the world ends. Not with a bang, but with a twitter…

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Wellbad in Saarbrücken am Schloß

Am 22. Juli trat Daniel Welbat vors Saarbrücker Publikum und steckte gelegentlich kleinen Finger und Zeigefinger so in eine abfahrende Bewegung, dass es fast wie Rapping aussah. Aber es war  Blues, Roots-Blues vom Sonorsten, der Mann hat eine Stimme wie eine Raspel, der Mann hat auch noch Witz, die Band kam gut an.

In Jägerfreude war ein wenig Regen runtergekommen. Am Schloss wurden Zelte errichtet, sechs Mann dabei, jeder eine Stange in der Hand, das Six-Pack muss sich dann gleichmäßig auseinanderbewegen, und schon steht ein Regendach. Wenn die Sonne dann trotzdem scheint, wird’s ungemütlich warm.

Derweil sang Daniel wie der 8chte Zwerg, der sich selber synchronisierte. Reich war der Bassist, ganz ORDEntlich der Drummer und Refardt fartete am Keyboard und auf der Trompete. Ach ja, dann war da noch Lennard, der sich sentimental auf der Gitarre servierte und bei der Solovorstellung durch Anti-Sound vernichtete, am Ende. Kam aber gut an.

Was sonst noch zu hören war, kann ich nicht schöner sagen als das Programmheft: „Erstklassige Songs mit einer herrlich grollenden Rhythmus-Selektion und wunderschönen Piano- und Gitarren-Einlagen.“ (Mein Rechtschreibprogramm hat den Groove gekillt!)

Wie immer ein paar Exoten. Der Grüne mit dem Baseball-Cap und der Cola-Flasche tanzte, der Zylinder-Man diesmal in kurzer Hose und oben nackt. Aber er hatte ja auch kaum Busen. Alles halb so schlimm und keineswegs schwabbelig. Und halb so schön wie die boobs-swinging supergirls, die beim letzten Mal da vorne ihre Vorstellung gaben.

Sonntags ans Schloss hat angebaut. Tische nun auch auf der Wiese rechts Richtung Karstadt. Brezeln, Picknick-Decken, Biertische, bekannte Gesichter, unbekannte. Und jede Menge begeisterte Bluesisten.

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Latvian Blues Band in Saarbrücken

Am Sonntag, den 15. Juli 2018, war die Latvian Blues Band 2.000 km aus Riga angereist, um die Saarbrücker Bluesfans zu begeistern. Das Wetter spielte mit, die Band auf und das Publikum auch eine Rolle. Die Temperaturen näherten sich 30 Grad, die Band schien entfesselt, im Publikum viele bekannte Gesichter (nur Gabi, für die ich alles täte, war nicht ta). Der exotische Tänzer mit der Cola-Flasche, die exotische Tänzerin mit dem coolen Ausschnitt, der Dicke Herr mit dem Strohhut, der Distinguierte mit der silbernen Mähne, der alte Graue mit der jungen Schwarzen, der gestrige Hippie, sie und noch viel mehr waren da und rockten. Bluesten? Die Kellnerinnen flitzten, die gemütlicheren Herrschaften sitzten an den Tischen und ein paar Biker im Yellow Dress fitzten, genauer, schoben ihre Fitze (nederlands) durch jede erdenkliche Ritze. Mütter ruhten auf Decken, Männer zischten auf Zecken und Kinder sah man so gut wie gar nicht. Und das alles untermalt, überspielt und durchdrungen von diesem Blues aus Riga. Die Jungs hatten es echt drauf. Aber seht selber.

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Multitasking

Saarbrücken-Dudweiler, Schwähnselstraße

Was macht der Mann in dem Auto?

Er telefoniert.

Er macht es sich gemütlich.

Er stellt seine Knie zur Schau.

Er hat angehalten.

Er räkelte sich.

Er überbrückt eine Wartezeit.

Er nimmt die Gelegenheit wahr, etwas zu tun, was er vorher oder nachher nicht mehr tun kann.

Er streckt die Beine aus dem Fenster.

Er macht eine Art Modenschau.

Er stellt sich zur Schau.

Er weiß nicht, was er tut.

Er sitzt im Auto und telefoniert.

Er macht es sich unglaublich bequem.

Er hebt den Hintern und furzt.

(Schließlich kommt seine Freundin mit eine Dose Bier. Sie trinken beide ein paar Schluck. Er zündet den Motor an. Er fährt los.)

Kleiner Stellungswechsel, ein Bier, dann ab die Post.

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Feministisch-virtuelles Rumpelstielzchen

STATUSMELDUNG in eigener Sache:

Unter Reflexe und Reflexionen habe ich eine weitere „Buchbesprechung“ veröffentlicht, besser gesagt: einen Doppelschlag gegen eine viel veröffentlichte Lyrikerin und eine Frau, die aus dem Internet zu uns und über uns kam. Und einen Tipp für diejenigen, die sich eher eine Hand abhacken würden als ein Buch weg schmeißen…

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Bad Temper Joe – Sonntags ans Schloß

Am 8. Juli war es wieder soweit. Bad Temper Joe spielte am Schloss in Saarbrücken auf mit seiner Band, Max Dettling am Bass, Paul Moser am Schlagzeug und Marcel Rahe mit Mundorgel. Geboten wurde „zeitgemäßer Roots-Blues“ (whatever that means), der „staubtrocken“ daherkommen soll, zugleich aber auch „gefühlvoll“, und weil das offenbar unzureichend beschrieben ist, soll er noch „einfach mitreißend“ sein, wie die Vorankündigung verheißt. Lap-Slide-Gitarre gehörte zum Programm, genauso wie das bad-temperierte Genuschele Joes, bei dem man oft nicht wusste, ob er Englisch sprach oder irgendeinen Bielefelder Dialekt.

Für meine Freunde stelle ich ein paar Fotos online, wie immer durch Passwort geschützt. Diese im nächsten Beitrag.

Und  für meine allgemeinen BLOG-Follower hier ein paar Bilder,  öffentlich zugängliche Impressionen :

 

 

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