Immaterielles Kulturerbe

Stille Nacht, Heilige Nacht

Aladin und Adonis, Zwillinge. Sie verschlafen die Zeit…

Seid still und bleibt heil!

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Vom guten Schlafe – Nietzsche kann ein Liedchen davon singen

Leo, die Kuh

Eine kleine Gesellschaft ist mir willkommener als eine böse: doch muss sie gehn und kommen zur rechten Zeit. So verträgt es sich mit gutem Schlafe.

Sehr gefallen mir auch die Geistig-Armen: sie fördern den Schlaf. Selig sind die, sonderlich, wenn man ihnen immer Recht giebt.

Also läuft der Tag dem Tugendsamen.

Kommt nun die Nacht, so hüte ich mich wohl, den Schlaf zu rufen! Nicht will er gerufen sein, der Schlaf, der der Herr der Tugenden ist! Sondern ich denke, was ich des Tages gethan und gedacht. Wiederkäuend frage ich mich, geduldsam gleich einer Kuh: welches waren doch deine zehn Überwindungen? Und welches waren die zehn Versöhnungen und die zehn Wahrheiten und die zehn Gelächter, mit denen sich mein Herz gütlich that? Solcherlei erwägend und gewiegt von vierzig Gedanken, überfällt mich auf einmal der Schlaf, der Ungerufne, der Herr der Tugenden.

Der Schlaf klopft mir auf mein Auge: da wird es schwer. Der Schlaf berührt mir den Mund: da bleibt er offen.

Wahrlich, auf weichen Sohlen kommt er mir, der liebste der Diebe, und stiehlt mir meine Gedanken: dumm stehe ich da wie dieser Lehrstuhl. Aber nicht lange mehr stehe ich dann: da liege ich schon. (Also sprach Zarathustra: Von den Lehrstühlen der Tugend)

da liege ich schon…

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Die Heilige Nacht – Revisited

Gestern war der dritte Advent, also Zeit, etwas für das übliche weihnachtliche Ambiente zu tun. Ich habe also ein kunsthandwerklich gefertigtes Karussell aus dem Keller geholt. Und beim Ölen der Mittelachse, um die sich die hl. Familie samt Hirten dreht, habe ich Theodor Shitstorm auf meinem iPad gehört: Rock & Roll. Das sah dann so aus und hat sich auch so angehört:

Das Karussell rockt…

Und dann kam mir nach langer Zeit in den Sinn, noch einmal ein Persiflat zu schreiben. Denn diese Geschichte von dem schmuddeligen Rock’Roller hat mich doch an die Hl. Familie erinnert, der es, wie allgemein bekannt und der Mythenbildung sehr förderlich, auf dem Weg nach Bethlehem auch sehr dreckig ging:

Josef:

Meine Schuhe sind verschlissen,
und mein Stab ist schon ganz wund.
Doch wir wandern ganz verbissen,
bis uns schlägt die heil’ge Stund‘.
In der Krippe keine Maden,
nur ein nackter kleiner Sohn.
Das ist alles was wir haben!

Mary (mit einem wissenden Lächeln):

Komm, halt’s Maul, das reicht doch schon!

Und so ist aus dem Persiflat eine plausible Kurzfassung der Weihnachtsgeschichte geworden…

Leo Läufer hat sie vertont. Leider hatte er seine Ukulele nicht zur Hand. Aber das ist ja noch ausbaufähig.

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Schwanz, um den Finger gewickelt

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13. Dezember 2020 · 3:21

Weiterer Brief an einen Freund

 

Tach Hermann!

Entschuldige bitte  die Verspätung.
Ich hoffe, es geht Euch gut und Ihr seid eifrig am Plätzchen backen; vielleicht lernst Du gerade, wie man szechuanischen Spekulatius backt. Durchaus interessant sind wohl Deine Bemerkungen zu Churchwell’s Artikel im G (ich spende ihm übrigens jedes Jahr etwas), – freilich auch ziemlich verwirrend, sodass ich – z.Zt. wenigstens – in ihnen kaum einen  Zugang zu einer klaren argumentativen Linie finde, die die Grundlage  für eine Diskussion hergeben könnte.  Ich meine ganz grundsätzlich (habe ich wohl früher schon mal  dass die Amerikadebatte (vor allem in den USA selbst) sich viel zu sehr auf Personen  wie DT und seine Gehilfen,  – fast kaum aber auf den „mindset“ der am. Gesellschaft  (wobei ich nicht – wie es viele tun – nur ihren dicken Bodensatz  meine) konzentriert  oder genauer auf die Frage, ob und wenn,  warum – möglicherweise über viele 
Generationen hin – diese Gesellschaft den „Humus“ geschaffen hat, auf dem  Kreaturen wir DT gedeihen können. Seid draussen vorsichtig … und gegrüsst!

Wolfgang

 

Hallo Wolfgang,

Du bist ja immer noch ein sehr gradliniger Mensch, der sagt, was er meint. 

So, Du bist also der Auffassung, ich schreibe in Bezug auf Amerika nur wirres Zeug… Meine einzige Entschuldigung kann nur darin bestehen, die Ansicht zu äußern, dass dieser Eindruck Folge dessen ist, dass wir uns in zwei unterschiedlichen Diskurswelten bewegen – was diese meine spontanen Reflexe oder Reflexionen angeht.  Meine Überlegungen waren natürlich nicht streng logisch-argumentativ, also diskursiv, sondern entsprachen eher einem sprachlich-musikalischen Scherzo, in dem mal hier, mal da ein Tupfer gesetzt wurde, durch die die Auslösung dieses oder jenes Gedankens freigesetzt werden sollte. Sorry, ich wollte Dich wirklich nicht überfordern. (Auf diese bösartig erscheinende ironische Pointe konnte ich einfach nicht verzichten. Ich hoffe,, Du verzeihst mir. Aber bedenke, dass auch ich nicht ganz begeistert war von Deiner Charakterisierung meiner Gedanken: „Interessant, aber wirr!“.)

Nun aber im Ernst und in alter Freundschaft. Es geht mir jetzt gar nicht mehr um die USA, sondern darum, von Dir als gewieftem Historiker folgende Auskunft zu erhalten: Was ist im heutigen China rechtsextrem, was ist linksextrem?

Hintergrund und Grund meiner Frage ist Folgendes: Ich habe ja, wie Du weißt, ein sehr aktuelles Buch von Fang Fang über die 60 TageTotal-Isolation in Wuhan und in der Provinz Hubei gelesen. Fang Fang erwähnt mehrmals, dass ihr Tagebuch, das sie ja täglich trotz Zensur in China veröffentlichen konnte, vor allem von Linksextremisten (aber auch gelegentlich von Rechtsextremisten) diffamiert wurde. Sie erhielt übelste Kommentare, etc. Während der Kulturrevolution musste sie 10 Jahre lang schwere Arbeit verrichten und durfte erst hinterher studieren. Sie wurde dann ja eine in China sehr bekannte Schriftstellerin und war Vorsitzende des chinesischen Schriftstellerverbandes. Ich sage ja im zweiten Teil meines Artikels, der ja ursprünglich als Brief an Dich gedachte war, noch einiges mehr zu diesem Thema. Ich habe nun bei einem Besuch bei der chinesischen Schwägerin dieses Wuhan Diary erwähnt, und die Reaktion war für mich zunächst verblüffend. Xiu (meine Schwägerin) bekam bei Nennung dieses Namens einen roten Kopf und begann zu schreien: Diese Frau lügt. Diese Frau ist eine Betrügerin. Sie ist eine sehr böse Frau. Sie schreibt nur schlechte Dinge, weil sie damit viel Geld verdienen kann! etc. etc.  Von meiner Frau erfuhr ich dann, dass Xiu offenbar regelmäßig im Internet Zeitung liest. Da wurde mir klar: Sie vertritt genau die linksradikale Position derer, die im Buch erwähnt werden und die so gegen Fang Fang gegiftet haben. 

Was also bedeutet linksradial und rechtsradikal in Bezug auf China heute?

Herzliche Grüße

Hermann

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Mitteilungen aus der Kronen-Gruft 23

(Reise-)Fieber? (Aber Nietzsche reiste phil.)

Der Anti-Tourist 

„Der Tourismus bildet einen unangenehmen Gegensatz zu einer anderen Migrationsform, die durch die Globalisierung ausgelöst wurde und die wir unverhohlen für problematisch halten. Einerseits öffnen wir die Grenzen äußerst gastfreundlich für die Ausländer, die bei uns Geld ausgeben wollen, andererseits schließen wir sie für jene Ausländer, die bei uns Geld verdienen wollen. Geschmacklos wird es, wenn beide Migrationsformen aufeinandertreffen, wenn also beispielsweise die Touristen im Mittelmeer schwimmen. Denn dann schwimmen sie in einem Massengrab. Die Griechen haben 2015 nur deshalb so sehr auf eine rasche Lösung der Flüchtlingskrise gedrängt, weil die Anwesenheit der Flüchtlinge die Touristen von den Stränden fernhielt.“

Zitat aus: Ilja Leonard Pfeijffer, Grand Hotel Europa, Piper Verlag, München 2020
(Wird demnächst hier besprochen.)

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Wunderheilungen

César Aira: Die Wunderheilungen des Doktor Aira. Matthes & Seitz, Berlin 2020

Am 2. Dezember berichtete der NDR, dass in München das Corona-Virus bei einem Hund nachgewiesen wurde. Ich habe mich natürlich gefragt, ob dann wohl demnächst alle Hunde im Freien eine Atemschutzmaske tragen werden. Der Matthes & Seitz Verlag Berlin hat dieses Szenario vorweggenommen. In diesem Jahr hat er nämlich ein Buch herausgegeben, das im Titel gewisse Bezüge zur Medizin aufweist, und prompt hat er den medizinisch klingenden Titel auf dem Buchumschlag mit einem Cocker Spaniel mit Mundschutz unterlegt. Dieses einerseits prophetische, andererseits der aktuellen Situation geschuldete und zugleich kommerziell bedingte Vorgehen habe ich hier bildlich dokumentiert.

Das 100-Seiten lange, kleinformatige Büchlein enthält drei Kapitel, die etwa so überschrieben werden könnten: Erster Versuch, misslungen – Literarisches Intermezzo – Zweiter Versuch, na endlich! Dr. Aira ist also ein Arzt, dem der Ruf anhaftet, ein Wunderheiler zu sein. Ob er selber daran glaubt, ist nicht eindeutig zu beantworten. Es besteht aber die Gewissheit, dass sein Leben sich von Grund auf änderte, als er in seiner Kindheit, zur Zeit einer schrecklichen Polio-Epidemie, in der alle Hunde aus der Stadt verbannt wurden, von den Praktiken eines Fotografen namens El Loco hörte, der, da ja der örtliche Tierarzt nicht zu den Hunden konnte, die männlichen Welpen mittels eines Verfahrens kastrierte, das bemerkenswert war:

Die Methode von El Loco war von beispielhafter Absurdität, bestand sie doch in einer recht langen Abfolge von Penizillin-Impfungen, die dem Hundehalter verabreicht wurden, woraufhin sich das Tier in Abwesenheit kastriert fand… El Locos Methode kam bald darauf im Zuge eines Skandals, der hohe Wellen schlug, außer Gebrauch (wenn denn jemals von ihr Gebrauch gemacht worden war). Auf einem Hof nahe der Stadt wurde nämlich ein Hund ohne Kopf geboren, ein Cockerspaniel, dessen Körper am Hals aufhörte und der trotzdem lebte und zu einem erwachsenen Tier heranwachsen konnte.

Mehr über dieses merkwürdig aktuelle Buch unter Reflexe und Reflexionen.

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Corona-Irrsinn

Im Nachtmagazin der ARD sagte heute ein Experte auf die Frage, wer denn nun zuerst geimpft werden sollte, wenn denn Mitte Dezember ein Impfstoff zur Verfügung stehe:

„Zuerst wohl die 90-jährigen und die 85-jährigen, die 60- und 70-jährigen Alten wohl noch nicht sofort.“

Ich mache folgende Rechnung auf: Wird ein 90-jähriger geimpft, überlebt er die Pandemie trotzdem nicht, da er, statistisch gesehen, schon 10 Jahre tot ist.  Wird dagegen ein 60-jähriger geimpft, überlebt er die Pandemie und stirbt, wenn er Glück hat, erst nach gut zwanzig  Jahren.

Ein 30-jähriger würde übrigens noch circa 50 Jahre leben.

Ein 60-jähriger könnte also noch 20 Kinder zeugen, ein 30-jähriger 50. Wenn sie monogam veranlagt sind. Wenn sie das nicht sind, – nicht auszudenken, wieviel Kinder sie noch in die Schöne Neue Welt setzen könnten…

In diesem Post wurde natürlich ausgeblendet, dass das Alter eine Rolle spielen kann, wenn es darum geht, die Gefährdung zu bestimmen.  Dass das Alter u.U. ausgeblendet werden kann, macht der Fall eines Arztes klar, der mit 34 Jahren schwer an  Corona erkrankte und in der Sendung von Maischberger Zeugnis ablegte.

 

 

 

 

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„Can American democracy survive Donald Trump?“

Brief an einen Freund, der mir den Link zu einem sehr interessanten Artikel von Sarah Churchwell in The Guardian zugemailt hat:

Hallo Wolfgang,
wie schon gesagt: Ein sehr interessanter Artikel. Hast Du denn schon für den GUARDIAN gespendet?
Lügen – Paranoia – Verschwörungstheorien: Ja, das führt zur Wissenskrise. Nicht mehr unterscheiden können zwischen Wahr und Falsch. Die Indifferenz der Gesellschaft dem einzelnen gegenüber, die auf deren Vielfältigkeit beruht, wird als Missachtung erlebt, für die doch jemand geradestehen muss (die Regierung, der Staat, die Juden, etc.), und dann gibt es da „eine starke Persönlichkeit“, die das mal klar ausspricht. Voila, nun haben wir den Salat, sprich den Faschismus.
Aber wenn sich nun Corona-Gegner mit Anne Frank vergleichen oder mit Sophie Scholl, ist das nicht einfach nur Dummheit? Punkt! Wer sagt denn, dass die meisten Menschen nicht dumm sind? Kann doch sein,  oder? Und wenn dann die Dummen bei Wahlen alle ihre Stimme abgeben, ist doch demokratisch, oder? 
Aber in den USA scheint es doch nun so zu sein, dass die Republikaner hoffnungslos in der Minderheit sind. Und da sie so die Dummen sind, bleibt ihnen nichts übrig, als mit Hilfe autoritärer Strukturen (Richterstellen besetzen auf Teufel komm raus) oder sinistrer Manöver (Leugnen, was das Zeug hält) wieder an die Macht zu kommen.
Und wenn sich Dummheit mit Lügennarrativ verbindet? So bei Tommy Tuberville, frisch gewählter Senator aus Alabama, der behauptet, sein Vater habe im 2. Weltkrieg Europa vom Sozialismus errettet. Nun sind aber die Demokraten die Sozialisten, und der 2. Weltkrieg würde ja nichts genutzt haben, wenn die jetzt wieder – und sogar in den USA – an die Macht kämen. 
Was für ein Sumpf!!!
Ich weiß übrigens nicht, ob ich nicht den Pence für den noch Gefährlicheren halten sollte. Siehe dazu die Ausführungen zu „Totalitarismus – Theokratie“. Recht hat Sarah Churchwell, wenn sie betont, es gehe in den USA nicht um politische, sondern um existentielle Opposition. Was ja bedeutet, dass wir uns dort wieder im Naturzustand befinden (Hobbes, Locke), was ja angesichts der teilweise schwer bewaffneten Trump-Anhänger auch bedeutet, dass es sich hier nicht um eine abstrakte Theorie handelt. Und das Tantra der ungebrochenen starken Demokratie in den USA (George Washington verzichtete auf eine 3. Präsidentschaft: DAS ist die eigentliche Wiege der amerikanischen Demokratie!) ist nichts anderes als eine Beschwörung dessen, was man glauben möchte, aber längst nicht mehr glauben kann.
Schnitt.
Ich habe gerade das Buch „WUHAN DIARY – Tagebuch aus einer gesperrten Stadt“ von Fang Fang zu Ende gelesen. Hochaktuell diesmal, meine Lektüre. Ich habe zu diesem Buch auch einen „Lesebericht“ unter Reflexe und Reflexionen veröffentlicht. Vielleicht kannst Du mir in einem Punkt weiterhelfen. Fang Fang hat unter 10 Jahren Kulturrevolution gelitten (Sie hat während dieser Zeit als Packer arbeiten müssen.) und danach Literatur studiert. Sie ist wohl eine der angesehensten Schriftstellerinnen Chinas. Ihr Tagebuch, das sie auf Umwegen im Netz geschrieben hat, wurde heftig von „Linksextremisten“ attackiert, die ihr vorwarfen, nur die schmutzigen Sachen zu beschreiben, nicht aber die sauberen, also die Verdienste der Partei. Sie erwähnt aber auch die Rechtsextremisten, von denen sie auch gar nichts hält. Ihren eigenen Standpunkt umreißt sie mit dem Hinweis auf die Notwendigkeit von Reformen und Öffnung. Damit kann sie ja wohl nicht Xi Jinping meinen, oder? Was sind in China heutzutage die „Linksextremisten“, was sind die „Rechtsextremisten“?
Im vorletzten Kapitel (23. März) sagt sie, dass das Tagebuch anders geworden sei als ursprünglich konzipiert. Und ihr letzter Satz in diesem Kapitel lautet: „Ich habe im wahrsten Sinne des Wortes ‚den anfänglichen Traum vergessen‘“. In einer Fußnote steht dazu: „Anspielung auf ein zum politischen Slogan gewordenes Zitat von Xi Jinping („den anfänglichen Traum nicht vergessen“), das wiederum den Dichter Bai Juyi (772-846) zitiert. 
Ich vermute sehr stark, dass Fang Fang den letzten Satz des Kapitels 23. März mit einem Augenzwinkern versehen hat. Sie sagt damit: Schaut mal her, ich halte mich offenbar nicht an das, was der Große Vorsitzende für geboten erklärt Aber ist doch hier gar nicht so schlimm, oder? Sie spielt mit Opposition, dabei meint sie es todernst und verarscht den Großen Vorsitzenden en passant – so locker und gelassen, wie das nur Chinesen können, die in China leben…

Ende Januar habe ich mich in der Nähe von Nanning aufgehalten. Als am 26. und 27. Januar die gemeldeten Todeszahlen immer weiter anstiegen, haben wir uns entschlossen, den nächsten Flug nach Deutschland zu nehmen. Oben also ein paar Bildchen und weiter unten der ausführliche Bericht zum Buch von Fang Fang.

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That’s the way the world ends:

not with a bang, but with a whimper.

An diese Worte von T.S.Eliot (The Waste Land) habe ich heute gedacht, als ich die Bilder sah von Trump im gepanzerten Auto auf dem Weg zum Golfspielen, draußen schrien sich 10.000 Unverbesserliche die rote (republikanische) Seele aus dem Leib, und ein paar tausend Meilen, im entfernten Hanoi, wird zur gleichen Zeit der größte Freihandelsvertrag aller Zeiten unter Führung von China unterzeichnet. Dem Mann ist nicht mehr zu helfen. Ist ein bisschen Mitleid erlaubt?

Im Folgenden nun ein weiteres Zitat aus dem schon öfter genannten Buch von H. Brogan, in dem ich lediglich drei Wörter ersetzt habe:

Trump was at his loss. The inner light had failed. For it had told him that anything was allowed to the President of the United States and that anything was allowable which helped a man to win an election. It was the faith on which he had acted all his adult life, the faith he had divised from watching the imperial actions of Franklin Roosevelt, Harry Truman and the rest, all of whom had from time to time taken chances with the Constitution. He would see no difference between their cases and his, and so went whining into exile in the luxurious golf facility he had created for himself (partly with taxpayers‘ money) in Florida.

Nixon hatte übrigens ein home in California. Ansonsten ist die Übereinstimmung auf den ersten Blick überwältigend. Aber schaut man genauer hin, werden Differenzen sichtbar. Natürlich geht es Trump nicht um Roosevelt oder Truman. Er dürfte sich eher Lukaschenko oder Putin angeschaut haben. Und die Frage bleibt: Geht er wirklich endgültig Golf spielen? Die medialen Möglichkeiten heutiger autokratischer Psychopathen dürfen nicht unterschätzt werden. Wenn Fox News umschwenkt, steht ein anderer Sender bereit zu übernehmen. Und es stehen mehr als 70 Millionen Amerikaner bereit, die ihn gewählt haben. Viele davon bewaffnet. Ein weites Feld für dystopische Brütereien. Den meisten Republikanern scheint es ausschließlich darum zu gehen, die Mehrheit im Senat zu erhalten. Sie nehmen damit durchaus die Möglichkeit eines Bürgerkriegs.2 in Kauf.

(For my American friends:
Nixon, by the way, had a home in California. Otherwise, the accordance is overwhelming at first glance. But if you take a closer look, differences become apparent. Of course, Trump is not about Roosevelt or Truman. He may have looked more at Lukashenko or Putin. And the question remains: Is he really going to play golf for good? The media possibilities of today’s autocratic psychopaths must not be underestimated. If Fox News turns around, another channel is ready to take over. And there are more than 73 million Americans who voted for him. Many of them armed. A wide field for dystopian hatcheries. Most Republicans seem to be all about getting a majority in the Senate. They certainly accept the possibility of civil war.2.)

For my Chinese friends:

順便說一下,尼克森在加利福尼亞有個家。否則,協定乍一看是壓倒性的。但是,如果你仔細看看,差異變得明顯。當然, 特朗普與羅斯福或杜魯門有關。他可能更看盧卡申科或普京。問題依然存在:他真的要打高爾夫球嗎?不能低估當今專制精神病患者的媒體可能性。如果福克斯新聞轉過來,另一個頻道準備接手。有7000多萬美國人投了他的票。他們中的許多人攜帶武器。反烏托邦孵化場的寬闊田野。大多數共和黨人似乎都想在參議院獲得多數席位。他們當然接受內戰的可能性。

(This Chinese translation is not exactly what I wanted, but it will do. Translating German-Chinese always means: You will never get what you want!)

 

 

 

 

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