Geschützt: bad temper joe sonntags am Schloß

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Eingeordnet unter Blues am Schloss 2018

Unser Trumpeltier

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26. Juni 2018 · 1:19

Sonntags ans Schloss

Am Sonntag, den 10. Juni, begannen in Saarbrücken wieder die Blues-Konzerte. Am frühen Nachmittag würde eine Parade durch Saarbrücken ziehen, Christopher Street’s Day. Ich habe also einen Freund mit ans Schloss gebracht, der sich zunächst gesperrt hatte, da ihn wieder mal seine Migräne plagte  und er fast wahnsinnig vor Schmerzen wurde. Aber er kam dann schließlich doch mit. Wir haben uns gemeinsam (!) die First Class Blues Band angehört. Von der alten Truppe, die in den vergangenen Jahren immer wieder ans Schloss kam, war zunächst niemand da. Außer mir. Habe vor allem Gabi ganz groß vermisst. (Hallo Gabi, melde Dich mal!) Und es gab noch etwas Neues: Links und rechts von mir reckten sich Hände empor, mit Handys, die dazu benutzt wurden, offenbar das gesamte Konzert zu filmen. Schaurig. Denn diese Leute kriegen doch nichts mit und schauen sich das auch später nie mehr an. Und dabei spielte die Band wie gedopt. Chicago-Blues vom Feinsten. Mit einem realen roten Piano, Saxophon und Mundharmonika, Gitarre, Bass und Schlagzeug. Die Jungs verstehen ihr Handwerk und brachten die alten Stücke souverän rüber. Locker und witzig. Und auch mit ein bisschen Ernst. Denn im Grunde waren diese musikalisch sehr ernst zu nehmenden Typen ernst veranlagt. Das bringt der Blues so mit sich…  Es hat halt alles gepasst!  Und dann entdeckte ich Stefan, aber er mich nicht. Ich habe ihm zugewunken, aber er reagierte nicht. Später sagte er mir, er habe mich nicht erkannt. Nicht erkennen wollen? So ein seriöser älterer Müllmann mit Strohhut und 100 % verspiegelt-versiegelter Sonnenbrille wollte sich mit diesem Nietzsche-Hippie offenbar nicht gemein machen…

Stefan, mit scharfer Brille, aber ansonsten ziemlich unscharf, vielleicht auch ein bisschen zahnlos (kann man leider nicht genau erkennen), konzentriert sich ganz auf den Blues…

 

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Eingeordnet unter Blues am Schloss 2018, Zeitliches

Stundengebet Pfingsten 2.0

„Ihr sollt allezeit beten und darin nicht nachlassen“ (Lk 18,1)

 

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Eingeordnet unter Zeitliches

Genderspezifische Hermeneutik

Carl Friedrich von Weizäcker hat (Rüdiger Safranski zufolge) einmal Martin Heidegger den folgenden Witz erzählt:

Ein Mann sitzt jeden Abend im Wirtshaus. Da fragt ihn einer:

“Warum bist du jeden Abend im Wirtshaus?“

“Wegen meiner Frau.“

“Aber wieso denn wegen deiner Frau?“

“Ja, die redet zu Hause ununterbrochen!“

“Und was sagt sie?“

“Das weiß ich eben nicht!“

 

Ich habe meiner kleinen chinesischen Frau diesen Witz erzählt, und sie sagte:

“Ja, er nicht zuhören!“

 

Der Blick in die Tiefe erschließt erst den Tiefsinn.

Der Clou dabei ist, dass meine Frau nicht nur dem Nichten der Nichts sagenden Rede hier eine klare Ab-Sage erteilt, sondern implizit auch noch eine entschiedene Strategie vorschlägt, dem Nichts in der Nichts sagenden Rede zu be-gegnen. Und das wäre auf die Dauer sogar billiger, als jeden Abend im Wirtshaus zu sytzen und das Seyn zu be-denken, das eh nie be-Dach-t werden kann, da es meistens durch die D-ecke schyesst und dabei wort-folgsam zu einem Seiten-Sprung an-setzt.

Was also macht der Mann im Wirtshaus? Er ist an-setzig geworden. Er sytzt und trynkt seyn Byer.

Aber das Seyn ist laut Heidegger immer auf dem Sprung. Was also denkt der Mann? Auf einen Sprung noch…? 

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Eingeordnet unter Ganz schön smart - die Chinesen, Zeitliches

I can’t help you there

Dies ist ein tiefer Griff in die Kiste der Vergangenheit und Vergänglichkeit und Vergeblichkeit…

Aber wem sag ich das…

Ein Kommentar

5. April 2018 · 23:04

W. Eilenberger: Zeit der Zauberer

Wolfram Eilenberger: Zeit der Zauberer. 

Während Wittgenstein auf dem Lande Kaninchen kocht, liegt Benjamin in Capri 24 Stunden auf seiner frisch gebackenen Geliebten. Und während Heidegger in Davos Ski läuft, liegt Cassirer dort im Sterne-Hotel mit einer Grippe im Bett.

Aber es war wirklich ein großes Jahrzehnt der Philosophie, diese Zeit von 1919 bis 1929.

Was danach kam, war dann nicht mehr so schön. Heidegger durfte bekanntlich bleiben, die drei anderen wurden raus geschmissen aus dem Deutschland, dessen einziges Gesetz frei nach Heidegger der Führer war…

Ein paar Anmerkungen zu diesem Buch finden sich unter Reflexe und Reflexionen.

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Eingeordnet unter Reflexe und Reflexionen, Zeitliches