Unglaublich, diese Pressefreiheit

Wer hätte denn damals daran geglaubt, dass es dem Vietcong gelingen würde, die Amis aus Vietnam raus zu werfen?

Und wer hat es vorgestern noch für möglich gehalten, dass es der Presse gelingen könnte, einen österreichischen Vizekanzler von der FPÖ aus dem Amt zu jagen?

Ich habe mich also heute mit gewissen Insignien der Macht versehen und von meinem Kampfsitz in der Küche aus einmal zufrieden in den Garten geschaut…

Leo Läufer erinnert sich, wie es ’68 war, bei den Demos, vor dem Amerika-Haus in Heidelberg

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Der Wert des Nichtseins

Im Heft K der Sudelbücher von Georg Christoph Lichtenberg, unter der Nummer 66, finden sich Gedanken über den Wert des Nichtseins, die in Zeiten globaler Maßlosigkeit ein schönes Zeugnis metaphysischer Bescheidenheit sind.

Die wenigsten Menschen haben wohl recht über den Wert des >Nichtseins< gehörig nachgedacht. Unter Nichtsein nach dem Tode stelle ich mir den Zustand vor, in dem ich mich befand, ehe ich geboren ward. Es ist eigentlich nicht Apathie, denn die kann noch gefühlt werden, sondern es ist gar nichts. Gerate ich in diesen Zustand – wiewohl hier die Wörter >ich< und >Zustand< gar nicht mehr passen; es it, glaube ich, etwas, das dem ewigen Leben völlig das Gleichgewicht hält. >Sein< und >Nichtsein< stehen einander, wenn von empfindenden Wesen die Rede ist, nicht entgegen, sondern >Nichtsein< und >höchste Glückseligkeit<. Ich glaube, man befindet sich gleich wohl, in welchem von beiden Zuständen man ist. Sein und >abwarten<, seiner Vernunft gemäß handeln, ist unsere Pflicht, da wir das Ganze nicht übersehen.

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Our Future

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Nietzsche über Facebook & Co.

Was? Du suchst? Du möchtest dich verzehnfachen, verhundertfachen? Du suchst Anhänger? – Suche Nullen! –

(Götzen-Dämmerung)

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Karl Lagerfeld

Karl Lagerfeld hat in einem Interview gesagt, sinngemäß: Ich komme ins Leben, und ich gehe da wieder raus. Mehr ist nicht.“ (Aber er besaß besondere Handschuhe.)

Nietzsche hat geschrieben:

Das Leben als Ertrag des Lebens. – Der Mensch mag sich noch so weit mit seiner Erkenntnis ausrecken, sich selber noch so objektiv vorkommen: zuletzt trägt er doch Nichts davon, als seine eigene Biographie. (Aber er besaß nur einen Koffer mit ein paar Büchern.)

Karl & Friedrich:

Zwei Giganten.

Und was hat das alles mit Glücksklee zu tun? Oder einem gestorbenen Vater und einer liebenden Mutter? Es braucht halt etwas Glück und auch vielleicht ein bisschen Klee, um so klug zu werden. Auf jeden Fall aber muss die Mutter überleben…

 

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Der Zauberberg revisited

Ich habe neulich den Zauberberg von Thomas Mann noch einmal gelesen und bin zu erstaunlichen Einsichten gekommen. Mehr dazu bei Reflexe und Reflexionen.

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WEG-WEISENDES

Mache mir Gedanken über neue Projekte. Chinesischer Imbiss „Die Maultasche“. Oder Novelle „Von Körben und Körbchen“. Oder Diskussionsforum „Stinkt der Instinkt?“ Kann mich nicht entscheiden, was Priorität. Lese ersatzweise Geistliche Gedichte von Annette von Droste-Hülshoff. Die hatte es Faust-Dick hinter den Ohren. Fühle mich ein wenig dezentriert. Als ob sich was hinter meinem Rücken zusammenbraut… (Braut ist gut! Ha!)

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