Archiv der Kategorie: Blues am Schloss 2016

Blues am Schloss – letztes Konzert 2016

Ehrlich, ich habe mir nicht den Namen der Band gemerkt. Ich konnte ja auch nur kurze Zeit dabei sein, da ich ja in meinem chinesischen Garten ein paar Gäste erwartete. Aber ich hatte dennoch Gelegenheit, ein paar wenige Bilder zu machen, die eigentlich alles über den Blues am Schloss sagen, für die Vergangenheit, für die Gegenwart, für die Zukunft. Ich glaube jedenfalls, da wird sich nicht viel mehr ändern. Leider ist das wohl auch der Grund, warum einige von den alten Freunden, mit denen wir uns getroffen haben, nicht mehr so häufig dabei waren. Aber es gibt da einen harten Kern, der sich neuerdings in meiner Hütte trifft, zu Zigarren und Blues, in dieser Reihenfolge. Schließlich wollen wir doch Akzente setzen…

ZZTop auf dem T-Shirt...

ZZTop auf dem T-Shirt…

Das war insofern interessant, als ich bei meinem 70. Geburtstag die Originalband zu Gast hatte!

Who is who?

Who is who?

Natürlich waren diesmal auch wieder ein paar Freaks da. Der mit dem Zylinder ist schlossbekannt.

solides soziales Umfeld...

solides soziales Umfeld…

Rhythmisch einwandfrei synchron, ansonsten leicht derangiert

Rhythmisch einwandfrei synchron, ansonsten leicht derangiert

Übrigens, vergiss nicht, auf die Bilder zu klicken, um sie in voller Größe genießen zu können.

Tot ziens!

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Über die Liebe II

Sonntags am Schloss in Saarbrücken. Man hört den Blues, man hat den Blues, man macht den Blues…

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

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Sonntags ans Schloss 14.08.2016

Manfred Häder ist die Frankfurter Blueslegende, und Klaus Mojo Kilian zählt zu den besten Bluesharp Spielern Deutschlands. Außerdem waren dabei Udo Kistner am Bass und Michael Hoffmann am Schlagzeug. Die Hammond-Orgel wurde von dem in Saarbrücken wohlbekannten schlanken Mann mit der Teilglatze gespielt. Ach Gott, wie heißt der noch? Fragt am besten bei der Festivalleitung einmal nach, wenn ihr das wissen wollt. Der spielt zwar gewaltig gut auf der guten alten Hammond, wurde heute aber deutlich dominiert von der Blues Harp und der Gitarre.

Highlight waren zwei Stücke: The Thrill is Gone nach B.B.King und ein Kabinettstück auf der Bluesharp zur Demonstration dessen, wie man eine Dampflock auf der Harmonika lebendig werden lassen kann. Das Stück von B.B.King ist wirklich herzzerreißend. Es wird ein altes Bluesthema variiert: Die Trennung von der Geliebten. Die Verzauberung ist weg. Einerseits. Und das An-sie-gefesselt-Sein. Andererseits. Aber das sind ja keine Widersprüche. Denn Verzauberung bedeutet ja Fesselung. Und Befreit-Sein, Freiheit, bedeutet dann also auch immer Verlust von etwas, das der Verzauberte einmal besessen hat. Darum ist Freiheit ja auch oft so schwer zu ertragen. Weil sich quasi alle Ventile öffnen und man ein wenig auseinandergerissen wird. Als würde man sich im Nichts verlieren…  Darum gibt es ja noch immer trotz der Freizügigkeiten, die man sich gönnt, so viele Familienmenschen…

Auf den paar Bildern, die ich gemacht habe, sieht man die Band, aber auch Nahaufnahmen zweier einsamer Tänzer, beide scheinen ein wenig verrückt zu sein. Aber es gibt auch immer noch den kleinen, dicken Herren mit dem Strohhut, der sich absolut nicht von der Stelle bewegt. Ist der normal? Und dann gibt es schon seit Jahren diese Frau, die ein ganz normales Kleid trägt und sich immerzu zum Rhythmus des Blues bewegt, also auf der Stelle tanzt, dezenter als der Mann mit dem Zylinder, aber mindestens ebenso hingegeben. Ist denn der exotisch Gekleidete, der ekstatisch tanzt, allein deshalb verrückter als die Frau, die im bunten Sommerkleid ekstatisch tanzt, weil er Dinge anhat, die die meisten anzuziehen sich einfach nicht trauen würden?

Seien wir doch mal ehrlich: Leider denken wir so. Und erweisen uns so als Gefesselte, als Gefangene unserer Vorurteile.

 

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Geschützt: Sonntags ans Schloss, wenn’s geht…

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2. August 2016 · 19:57

Lisa Lystam Family Band

Letzten Sonntag haben wir Lisa erlebt. Mit Family. Und einer gewaltigen Stimme. Die Band hat gezeigt, dass Musik Sprache ist, der Blues spricht zu dir, drückt nicht nur Emotionen aus, macht mehr: Er drückt dir Worte ins Herz.

Hier ein paar Bilder.

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B.B. & The Blues Shacks

B.B. & The Blues Snacks haben das dritte Konzert am Saarbrücker Schloss in diesem Sommer IMG_0891bestritten. Die Band besteht aus fünf Spielern, Michael und Andreas Arlt, Dennis Koeckstadt, Henning Hauerlen und Jochen Reich. Waren beim erstenKonzert vor zwei Wochen nur relativ wenig Besucher da, weil das Wetter nicht mitspielte, so war es diesmal recht schön voll auf dem Platz zwischen dem Schloss und der Mauer, von der aus man einen wunderschönen Blick auf die Autobahn, die Saar und Karstadt hat. Das Wetter war nicht wesentlich besser, aber wir haben uns wohl an diese neue Art von Sommer gewöhnt. Wenn es so voll da oben ist wie diesmal, dann werden alle möglichen Typen in noch bunterer Vielfalt ins Blueskonzert gespült. Ich schließe mich hier gar nicht aus, trug ich doch heute eine dermaßen konservative Kleidung, dass ich befürchten musste, absolut nicht da rein zu passen. Aber Gottseidank trug der Blues Vokalist und Blues Harp Player Michael Arlt einen feinen Anzug, der sogar zweifach zugeknöpft war, was bei mir, als ich mich nach vorne durchgekämpft hatte und dies bemerkte, eine gewisse Erleichterung verursachte. Ansonsten waren da die üblichen Exoten, aber eben diesmal sehr, sehr viele, mit komischen Hüten,  Männer mit entblößten, Frauen mit halbentblößten Brüsten, zwei schwarze Schönheiten, die direkt von einem Dorffest in Kenia zu kommen schienen, IMG_0895mächtig ausladend nach allen Seiten, dann auch natürlich ein paar Verrückte, die sich völlig falsch zum Rhythmus der Musik bewegten, aber leider dauernd in Bewegung blieben. Ein älteres Mädchen mit einer Klammer im Haar und einer Plastikblume, die plötzlich neben mir auftauchte und sehr gelenkig dort stehen blieb. Was die Musik angeht, die Jungs waren wirklich toll. Michael Arlt wechselte vom Gesang zur Harmonika und zurück, bluesige Stimme mit Timbre und einer klagenden Blues Harp, die Sonny Boy Williamson nicht trauriger oder wütender hingekriegt hätte.Andreas Arlt bot Ähnliches auf der Gitarre. Dennis Koeckstadt musste sich inIMG_0904 vielen Stücken zurücknehmen, doch wenn man ihn ließ, lieferte er Schmuckstücke. Das alles belächelt von dem betagten Bassisten und dem Zigaretten rauchenden Schlagzeuger.

Letzten Sonntag habe ich das Konzert verpasst. Ich hatte absolut nicht an die Blueskonzerte am Schloss gedacht und am Morgen einen Kuchen für meine kranke Nachbarin gebacken. Heute Morgen beim Frühstück habe ich meiner Freundin von diesem Missgeschick erzählt. Und ratet mal, was sie mir noch zurief, als sie um 10 h das Haus verließ? – „Nicht vergessen, ans Schloss zu gehen!“ – Hat sie mich verarscht, oder hat sie das ernst gemeint? Wenn man das nicht mehr unterscheiden kann, muss man wohl zugeben, dass man alt geworden ist. Ach, – und dann habe ich mich besonders fein angezogen und bin zum Konzerte gefahren. Aber das hat wohl nichts zu bedeuten…

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