Archiv der Kategorie: Zeitliches

Gelegentliche Anmerkungen zu diesem und jenem

Unglaublich, diese Pressefreiheit

Wer hätte denn damals daran geglaubt, dass es dem Vietcong gelingen würde, die Amis aus Vietnam raus zu werfen?

Und wer hat es vorgestern noch für möglich gehalten, dass es der Presse gelingen könnte, einen österreichischen Vizekanzler von der FPÖ aus dem Amt zu jagen?

Ich habe mich also heute mit gewissen Insignien der Macht versehen und von meinem Kampfsitz in der Küche aus einmal zufrieden in den Garten geschaut…

Leo Läufer erinnert sich, wie es ’68 war, bei den Demos, vor dem Amerika-Haus in Heidelberg

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Lichtenberg interpretiert Hogarth

Wohl bekomm’s!

William Hogarth hat in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts in vielen Kupferstichen seine Zeitgenossen aufs Korn genommen.

Der deutsche Mathematiker und Astronom Georg Christoph Lichtenberg, ein exzellenter Kenner seiner Stiche, hat diese in einer Folge von Texten kommentiert.

Was die beiden verbindet: Ein realistisch-spöttischer Blick auf die Gesellschaft ihrer Zeit. Hogarth ist bis in kleinstes Details hinein besessen davon, die gesellschaftlichen Verhältnisse bloßzustellen, und setzt dafür alles ein, was sein zeichnerisches Genie zu bieten hat. Lichtenberg entdeckt diese Details für den Betrachter, der sonst vor manchen Bildern stünde wie der Ochs vor’m Berge. Kenntnisreich und bissig, verbal-kongenial, werden die Bilder zum Leben erweckt.

Alle paar Tage füge ich dieser Seite meines BLOG „Hogarth – Lichtenberg“ etwas Neues hinzu, und zwar aus jeder Kupferplatte, die Lichtenberg kommentiert, einen kleinen Ausschnitt, und aus jedem Lichtenberg-Kommentar ebenfalls einen dazu passenden Ausschnitt.

Dieses Projekt von mir, das also weitgehend reproduktiv und selektiv ist, soll aber Lust auf Mehr machen.

Ich benutze dazu eine Ausgabe der Werke von Lichtenberg, die bei Zweitausendeins erschienen ist als Lizenzausgabe des Carl Hanser Verlags aus dem Jahre 1972.

Achtung

Dieser Hinweis wird vorerst auf diesem BLOG an erster Stelle stehen. Das bedeutet aber nicht, dass im Folgenden nicht auch mal wieder etwas Neues entsteht.

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Der Wert des Nichtseins

Im Heft K der Sudelbücher von Georg Christoph Lichtenberg, unter der Nummer 66, finden sich Gedanken über den Wert des Nichtseins, die in Zeiten globaler Maßlosigkeit ein schönes Zeugnis metaphysischer Bescheidenheit sind.

Die wenigsten Menschen haben wohl recht über den Wert des >Nichtseins< gehörig nachgedacht. Unter Nichtsein nach dem Tode stelle ich mir den Zustand vor, in dem ich mich befand, ehe ich geboren ward. Es ist eigentlich nicht Apathie, denn die kann noch gefühlt werden, sondern es ist gar nichts. Gerate ich in diesen Zustand – wiewohl hier die Wörter >ich< und >Zustand< gar nicht mehr passen; es it, glaube ich, etwas, das dem ewigen Leben völlig das Gleichgewicht hält. >Sein< und >Nichtsein< stehen einander, wenn von empfindenden Wesen die Rede ist, nicht entgegen, sondern >Nichtsein< und >höchste Glückseligkeit<. Ich glaube, man befindet sich gleich wohl, in welchem von beiden Zuständen man ist. Sein und >abwarten<, seiner Vernunft gemäß handeln, ist unsere Pflicht, da wir das Ganze nicht übersehen.

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Our Future…

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Nietzsche über Facebook & Co.

Was? Du suchst? Du möchtest dich verzehnfachen, verhundertfachen? Du suchst Anhänger? – Suche Nullen! –

(Götzen-Dämmerung)

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Karl Lagerfeld

Karl Lagerfeld hat in einem Interview gesagt, sinngemäß: Ich komme ins Leben, und ich gehe da wieder raus. Mehr ist nicht.“ (Aber er besaß besondere Handschuhe.)

Nietzsche hat geschrieben:

Das Leben als Ertrag des Lebens. – Der Mensch mag sich noch so weit mit seiner Erkenntnis ausrecken, sich selber noch so objektiv vorkommen: zuletzt trägt er doch Nichts davon, als seine eigene Biographie. (Aber er besaß nur einen Koffer mit ein paar Büchern.)

Karl & Friedrich:

Zwei Giganten.

Und was hat das alles mit Glücksklee zu tun? Oder einem gestorbenen Vater und einer liebenden Mutter? Es braucht halt etwas Glück und auch vielleicht ein bisschen Klee, um so klug zu werden. Auf jeden Fall aber muss die Mutter überleben…

 

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Der Zauberberg revisited

Ich habe neulich den Zauberberg von Thomas Mann noch einmal gelesen und bin zu erstaunlichen Einsichten gekommen. Mehr dazu bei Reflexe und Reflexionen.

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