Monatsarchiv: November 2016

Aufgestanden – Platz vergangen!

sofa

Ich las neulich Christoph Ransmayers neues Buch „Cox oder Der Lauf der Zeit“. War dann mal kurz auf’m Klo. Und als ich zurückkam, sah ich DAS. Mir blieb bloss der Platz am iMac, um folgenden Zweizeiler zu schreiben, also Dichtung als Ersatzhandlung:

Die Kater neiden mir das Lesen
Und tun, als ob da nichts gewesen.

Und während ich da vor dem iMac saß, waren die beiden plötzlich wieder beide da und flüsterten sich was ins Ohr. Paranoide Gedanken kann man da bekommen. Oder man sagt sich: Du bist nie allein… Die Psychologen würden das „Positive Verdrängung“ nennen. Im doppelten Wortsinn, if you know what I mean. (Hey Freunde, das versteht Ihr leider nicht!)

imac-gefluester

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Aus der Zeit gefallen

alsschule

Ein Photo aus meiner Grundschulzeit, also vor mehr als 60 Jahren. Ich finde, ich bin unschwer zu identifizieren. Oder? Wer’s errät, kriegt einen digitalen Kuss von mir. Wer außerdem errät, in welches Mädel ich damals verliebt war, kriegt zwei… (Übrigens, zum Vergrößern auf das Bild klicken.)

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Island-Krimi

Von Gottvater und Elfenfrauen

Wie heißt es so schön? „Am Donnerstag, den 3. November, strahlte die ARD den zweiten Island-Krimi mit dem Titel Tod der Elfenfrau aus.“ Da Franka Potente als Krimiautorin Solveig Karlsdóttir in der Hauptrolle spielte und Till Endemann Regie gemacht hatte, habe ich diesen TV-Krimi nicht verpasst.
Worum geht es? Eine Elfenfrau, Vorsitzende eines Vereins, der sich um isländische Elfen kümmert, wird ermordet. Der Bruder eines kleinen Mädchens, das die Tat offenbar gesehen haben muss, wird verdächtigt, bis sich herausstellt, dass der Assistent der Elfenfrau diese Tag begangen hat, weil er glaubte, es den Elfen schuldig zu sein. Denn die Elfenfrau hatte sich offenbar von einem Investor kaufen lassen und behauptet, es gebe in einem geplanten Baugebiet keine Elfen, obwohl die Elfenfrau dort Elfen aufgespürt hatte. Sie log um eines guten Zweckes willen, aber das hat ihr nicht geholfen.
Ob die Krimiautorin/Spürnase Karlsdóttier selber an Elfen glaubt, bleibt in der Schwebe. Aber sie schickt ihre Mutter vor, nach der Anwesenheit von Elfen zu suchen, um der Wahrheit auf die Spur zu kommen. Im Grunde ist sie eine grundnüchterne Frau, durch deren Augen und in deren Umfeld uns wie nebenbei ein sehr schönes, ein wenig auch geheimnisvolles Island nahe gebracht wird.
Glauben die Isländer wirklich an Elfen? Gibt es vielleicht sogar Elfen? Das erscheint alles irrelevant angesichts des Pragmatismus, der allenthalben vorzuherrschen scheint. Sollen die Isländer doch an Elfen glauben! Aber was heißt das eigentlich: „an Elfen glauben“? Elfen sind so etwas wie Projektionen von Gefühlen, von Ängsten, Wünschen und Hoffnungen, deren Schattenhaftigkeit der Mensch eine deutlichere Gestalt zu geben versucht. Nichts anderes tun die Menschen hierzulande, wenn sie sich einen Gott vorstellen. Das alles erscheint uns Wissenden zwar etwas kindlich, aber lassen wir den Kindern doch ihre Freude! Es ist gewiss nicht unsere Aufgabe, aus jedem gottvertrauenden Kind einen mit der Existenz hadernden Erwachsenen zu machen.

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