Monatsarchiv: Mai 2020

Geschützt: Mitteilung aus der Kronen-Gruft 16: Noch ein Blick ins Brevier…

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Mitteilung aus der Kronen-Gruft 15: Zigarrenabend

Lieber Martin, lieber Stefan,

habt Ihr heute Abend mal in die Sportschau reingesehen? Ich glaube, es war das Spiel Hertha BSC gegen Hoffenheim, das mir in Erinnerung geblieben ist. Nach jedem Tor lagen sich alle in den Armen und bildeten sog. Jubelcluster.

Ich habe die Befürchtung, dass es uns auch so ergehen könnte, wenn wir bei einem ersten Treffen nach dem absoluten Lockdown etwas grillen würden oder Seranoschinken anschneiden. Ich sehe das plastisch vor mir: Einer holt ein gelungenes Grillgut vom Schwenker, und weil das so toll aussieht, liegen wir uns in den Armen. Oder Martin schneidet mit Handschuhen den Schinken, und nach jeder gelungenen dünnen Scheibe fallen wir ihm um den Hals.

Ich will jetzt nicht einmal von Risikogruppen sprechen und dergleichen Sprüchen, die nach Ausreden aussehen. Ich appelliere lediglich an die Merkelsche Vernunft und schlage vor, bei der Lockerung des Lockdowns nicht zu locker zu verfahren.

Meine Regeln: Jeder bringt mit, was er braucht (außer Getränke, die sind in Flaschen und also safe). Ich bereite einen Tisch vor mit drei Stühlen und drei Aschenbechern. Ihr kommt und verteilt Euch hygienisch einwandfrei, also mit Mundschutz und Abstand.

Und dann sitzen wir um einen Tisch, machen ein Loch in den Mundschutz wegen der Zigarre, geben uns distanziert, aber sind innerlich sehr verbunden, ich gieße Wasser, Rotwein und Brandy ein, während ihr 1 1/2 m zurücktretet. Wenn die Gläser voll sind, dürft Ihr Euch wieder setzen. Dann reden wir, besser: wir nuscheln, weil das angeblich gesünder ist…

Das ist der ultimative Lakmustest unserer Freundschaft. Wenn wir uns dann in zwei oder drei Jahren, nach der Einführung eines Impfstoffes, wieder einmal treffen sollten, ich würde hoffen, wir alle drei, dann werden wir uns bestimmt an diesen Abend erinnern und denken: Locker war das nicht!

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Mitteilung aus der Kronen-Gruft 14: Arthur Schopenhauer

Übrigens – bemerkenswert ist das – fasst sich Leo Läufer während seines Vortrags nur einmal ins Gesicht, genauer, an die Nase, nämlich als er von Durst spricht, wobei er das Wort Durst wiederholt (Doppelter Whiskey?).  Joe Biden soll sich während einer 10-minütigen Video-Ansprache aus seinem Keller in seinem Haus in Delaware (?) 6mal ins Gesicht gegriffen haben (weil ja sonst nichts Greifbares da war?). Unsere Corona-Reporter und US-Wahlkampf-Beobachter haben das gewissenhaft notiert.

PS: Ich habe am 3. Juli einen Termin bei Sebi, meiner Lieblingsfriseuse, bekommen!

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Mitteilung aus der Kronen-Gruft 13: Immanuell Kant

Dalwhinnie – Winter’s Gold. Das ist mein Lieblings Single Malt in dieser trockenen Zeit, in der Husten verboten und Hände Waschen geboten ist. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Oder doch? Ich habe mit Vergnügen Axel Milberg in einem Podcast der Süddeutschen Zeitung verfolgt, der fast täglich aus Werken der Weltliteratur vorlas. Heute hat er seine letzte Lesung gehalten. Aber das Leben muss ja weitergehen. Also lese ich nun etwas aus den Werken Leo Läufers, nicht als Podcast, sondern mit Hilfe von Photo Booth, und beginne mit einer Homage an Immanuel Kant, indem ich in wenigen Versen seine Philosophie erkläre. Viel Spaß!

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Mitteilung aus der Kronen-Gruft 12

Vielleicht ist dem einen oder der anderen ja aufgefallen, dass ich mein Profilbild vor ein paar Tagen geändert habe. Da war vorher viel Holz zu sehen. Holz vor der Hütte, im eigentlichen Sinne. Aber in diesen Corona-Zeiten tut man sich ja schwer mit Holz vor der Hütte, im uneigentlichen Sinne zumindest. Ich habe also das Bild ersetzt durch ein Naturwunder, sozusagen. Tränende Herzen sind da zu sehen. In diesen Zeiten öffnen sich die Herzen, jeder Mensch entdeckt wieder die solidarische Seele. Wir alle warten auf das Ende. Also auf den Anfang. Bald gibt es wieder Holz vor der Hütte. Ich werde das dann zu gegebener Zeit bildlich demonstrieren. Inzwischen ein Bild zum Thema: All you need is love.

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Der Baron auf den Bäumen

Italo Calvino: Der Baron auf den (Apfel-)Bäumen (dtv)

T. C. Boyle hat eine seiner Short Stories, die ich neulich gelesen habe, einem gewissen Italo Calvino gewidmet. Ich wurde neugierig und habe den Namen gegoogled, was mich auf eine schmerzliche Lücke meiner Kenntnis der europäischen Literatur aufmerksam machte. Dieser Italo Calvino ist nämlich einer der bekanntesten italienischen Schriftsteller, und mir wurde bald klar, warum Boyle ihm eine seiner Kurzgeschichten gewidmet hatte. Es ist diese unbändige Lust, Geschichten zu erzählen, die die beiden verbindet. Ich habe mir also einen Roman Calvinos besorgt, der typisch sein soll für dessen Erzählstil, obwohl ich angesichts des Titels einen gewissen Widerstand verspürte, konnte ich mir doch nicht vorstellen, wie jemand eine Geschichte von einem italienischen Baron des 18. Jahrhunderts durchziehen könnte, der sein Leben konsequent  auf Bäumen verbracht haben soll.

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