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Sein oder Nichts

Sein wohl letztes Werk von solchem Umfang – so der Autor Dieter Henrich (90) – trägt den Titel „Sein oder Nichts. Erkundungen um Samuel Beckett und Hölderlin“. Henrich attestiert Hölderlin die weitaus größere poetische Potenz, scheint aber – altersweise geworden – mit der Schwindsucht Becketts zu kokettieren. Natürlich ist dies eine völlig unzureichende, ja fatal falsche Kurzversion dessen, was in dem umfangreichen Buch dargelegt wird. Etwas mehr dazu findet sich in  Reflexe und Reflexionen von Leo Läufer, wo das Buch als neunzehntes aufgenommen wurde, obwohl es dort wegen seines exklusiv-abstrakten Charakters eine Ausnahmeposition innehält…

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Körper und Geist

Denk mal drüber nach…

“Sie ist eine, die ihren Körper verkauft!”

Wie viel Entrüstung schwingt da mit, wie viel Abscheu wird da geschleudert!

Oder auch Mitleid ist im Spiel.

Aber denk wirklich mal darüber nach:

Hast du Mitleid mit dem beflissenen Staatssekretär?

Oder entrüstest du dich, wenn du an diesen Geschäftsassistenten denkst, der alles tut, seinen Chef zu befriedigen?

Oder was ist mit dem Werbefritzen, der alles tut, um ein bescheuertes Produkt an bescheuerte Kunden zu verkaufen? Hältst du das für abscheulich?

Vorausgesetzt, man kann wirklich zwischen Körper und Geist trennen. Könnte man da nicht fragen, ob nicht ein großer Teil der Männschheit ihren Geist verkauft?

Wo ist der Unterschied? Körper verkaufen – Geist verkaufen…

Jeder versucht, sein Geld mit dem zu verdienen, was er kann.

Manche Frauen können Körper.

Und viele Schlappschwänze neiden ihnen das.

„Er ist einer, der seinen Geist verkauft!“

Denk mal drüber nach…

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