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Mitteilung aus der Kronen-Gruft 13: Immanuell Kant

Dalwhinnie – Winter’s Gold. Das ist mein Lieblings Single Malt in dieser trockenen Zeit, in der Husten verboten und Hände Waschen geboten ist. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Oder doch? Ich habe mit Vergnügen Axel Milberg in einem Podcast der Süddeutschen Zeitung verfolgt, der fast täglich aus Werken der Weltliteratur vorlas. Heute hat er seine letzte Lesung gehalten. Aber das Leben muss ja weitergehen. Also lese ich nun etwas aus den Werken Leo Läufers, nicht als Podcast, sondern mit Hilfe von Photo Booth, und beginne mit einer Homage an Immanuel Kant, indem ich in wenigen Versen seine Philosophie erkläre. Viel Spaß!

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Der Baron auf den Bäumen

Italo Calvino: Der Baron auf den (Apfel-)Bäumen (dtv)

T. C. Boyle hat eine seiner Short Stories, die ich neulich gelesen habe, einem gewissen Italo Calvino gewidmet. Ich wurde neugierig und habe den Namen gegoogled, was mich auf eine schmerzliche Lücke meiner Kenntnis der europäischen Literatur aufmerksam machte. Dieser Italo Calvino ist nämlich einer der bekanntesten italienischen Schriftsteller, und mir wurde bald klar, warum Boyle ihm eine seiner Kurzgeschichten gewidmet hatte. Es ist diese unbändige Lust, Geschichten zu erzählen, die die beiden verbindet. Ich habe mir also einen Roman Calvinos besorgt, der typisch sein soll für dessen Erzählstil, obwohl ich angesichts des Titels einen gewissen Widerstand verspürte, konnte ich mir doch nicht vorstellen, wie jemand eine Geschichte von einem italienischen Baron des 18. Jahrhunderts durchziehen könnte, der sein Leben konsequent  auf Bäumen verbracht haben soll.

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W. Eilenberger: Zeit der Zauberer

Wolfram Eilenberger: Zeit der Zauberer. 

Während Wittgenstein auf dem Lande Kaninchen kocht, liegt Benjamin in Capri 24 Stunden auf seiner frisch gebackenen Geliebten. Und während Heidegger in Davos Ski läuft, liegt Cassirer dort im Sterne-Hotel mit einer Grippe im Bett.

Aber es war wirklich ein großes Jahrzehnt der Philosophie, diese Zeit von 1919 bis 1929.

Was danach kam, war dann nicht mehr so schön. Heidegger durfte bekanntlich bleiben, die drei anderen wurden raus geschmissen aus dem Deutschland, dessen einziges Gesetz frei nach Heidegger der Führer war…

Ein paar Anmerkungen zu diesem Buch finden sich unter Reflexe und Reflexionen.

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Sein oder Nichts

Sein wohl letztes Werk von solchem Umfang – so der Autor Dieter Henrich (90) – trägt den Titel „Sein oder Nichts. Erkundungen um Samuel Beckett und Hölderlin“. Henrich attestiert Hölderlin die weitaus größere poetische Potenz, scheint aber – altersweise geworden – mit der Schwindsucht Becketts zu kokettieren. Natürlich ist dies eine völlig unzureichende, ja fatal falsche Kurzversion dessen, was in dem umfangreichen Buch dargelegt wird. Etwas mehr dazu findet sich in  Reflexe und Reflexionen von Leo Läufer, wo das Buch als neunzehntes aufgenommen wurde, obwohl es dort wegen seines exklusiv-abstrakten Charakters eine Ausnahmeposition innehält…

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Körper und Geist

Denk mal drüber nach…

“Sie ist eine, die ihren Körper verkauft!”

Wie viel Entrüstung schwingt da mit, wie viel Abscheu wird da geschleudert!

Oder auch Mitleid ist im Spiel.

Aber denk wirklich mal darüber nach:

Hast du Mitleid mit dem beflissenen Staatssekretär?

Oder entrüstest du dich, wenn du an diesen Geschäftsassistenten denkst, der alles tut, seinen Chef zu befriedigen?

Oder was ist mit dem Werbefritzen, der alles tut, um ein bescheuertes Produkt an bescheuerte Kunden zu verkaufen? Hältst du das für abscheulich?

Vorausgesetzt, man kann wirklich zwischen Körper und Geist trennen. Könnte man da nicht fragen, ob nicht ein großer Teil der Männschheit ihren Geist verkauft?

Wo ist der Unterschied? Körper verkaufen – Geist verkaufen…

Jeder versucht, sein Geld mit dem zu verdienen, was er kann.

Manche Frauen können Körper.

Und viele Schlappschwänze neiden ihnen das.

„Er ist einer, der seinen Geist verkauft!“

Denk mal drüber nach…

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