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Und schließlich hat’s bei mir gehölderlint


Die Lektüre von Stefan Zweigs Essay über Hölderlin hat mich bewogen, die dreibändige Gesamtausgabe von diesem, die bei Hanser erschienen ist, zu kaufen. Ich hatte ja mit Rilke negative Erfahrungen gemacht. Ich traue seinem Stil nicht. Hölderlin mag „abgehobener“ sein, aber die Gedichte, die ich bei Stefan Zweig gesehen habe, wirkten auf mich „ehrlicher“ als alles, was von Rilke kommt. Ich bin gespannt. Das Gedöns um das „Heilige“ und dieses „Griechentum“ bei Hölderlin haben mich bisher davon abgehalten, mich näher mit ihm zu befassen. Obwohl, ich habe ja ein Buch von Dieter Henrich über Hölderlin und Beckett gelesen. Und dass ich jetzt gesehen und gelesen habe, wie Stefan Zweig Hölderlin, Kleist und Nietzsche unter dem Gesichtspunkt des Dämonischen zusammenschnürt, hat mich neugierig gemacht. Nietzsche „kannte“ ich, Kleist habe ich erst vor einem Jahr oder zwei erschöpfend gelesen, nun ist also Hölderlin dran.

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Sein oder Nichts

Sein wohl letztes Werk von solchem Umfang – so der Autor Dieter Henrich (90) – trägt den Titel „Sein oder Nichts. Erkundungen um Samuel Beckett und Hölderlin“. Henrich attestiert Hölderlin die weitaus größere poetische Potenz, scheint aber – altersweise geworden – mit der Schwindsucht Becketts zu kokettieren. Natürlich ist dies eine völlig unzureichende, ja fatal falsche Kurzversion dessen, was in dem umfangreichen Buch dargelegt wird. Etwas mehr dazu findet sich in  Reflexe und Reflexionen von Leo Läufer, wo das Buch als neunzehntes aufgenommen wurde, obwohl es dort wegen seines exklusiv-abstrakten Charakters eine Ausnahmeposition innehält…

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