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Erste Schritte 2021

Der erste Schritt

(Die Bilder kann man übrigens mit einem Click vergrößern!)

Am Samstag ging Leo spazieren. Sein Weg führte ihn über den leeren Campus der Universität Saarbrücken. Dabei stellte er einige Beobachtungen an. Er kam zunächst an dem Gelände vorbei, auf dem bis vor kurzem noch das gemütliche Gartenlokal Stuhlsassenhausen sich befand.

Strukturwandel

Dann kam er an einem Institut (Frauenhofer?) vorbei, in dem moderne Kunst ausgestellt ist mit Gebilden, die aussehen wie Mutationen des Corona-Virus.

Im Flur gleich neben den Bildern der obligatorische Desinfektionsspender

Als nächstes erreichte ich die Mensa. Auch hier alles still an einem Samstagmittag.

Touching…

 

Geht man danach den Abhang hoch, gewinnt man einen Überblick über die gewaltige Stille. Das einzige menschliche Zeichen ist ein abgestelltes, wahrscheinlich vergessenes Fahrrad.

Der Campus ist leergefegt

Gleich neben der Landstraße die zwei Scheer Tower der Scheer GmbH, die dem Vernehmen nach bewusst in der Farbe der Golden Gate Bridge gehalten sind. Gleich dahinter, im Tal sozusagen, das Silicon Valley der State Capital Saarbrücken.

Kein Mensch, kein Auto, kein Geräusch… Auf allen Straßen ist es still.

Da, ein Turnschuh am Wegesrand. Nur einer! Was mag da passiert sein…

Ein Schuh, der einsam ist wie ich und du.

Und 100 m weiter: Doch was ist das? Der zweite Schuh. Es würde mich nicht wundern, wenn ich jetzt noch die sprichwörtlichen Strümpfe finden würde…

der zweite Schuh, 100 m weiter…

Bleibt fröhlich und gesund in diesem noch recht neuen Jahr. Bleibt vor allem gelassen. Oder wie Elisabeth Förster-Nietzsche (das „Lama“) ihrem Bruder  immer wieder sagte, wenn der sich mal wieder darüber aufregte, dass Gott tot sei, bzw. ihm das niemand glauben wollte:

Nicht Schuhe und Strümpfe verlieren, mein Herzensfritz!

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Vom guten Schlafe – Nietzsche kann ein Liedchen davon singen

Leo, die Kuh

Eine kleine Gesellschaft ist mir willkommener als eine böse: doch muss sie gehn und kommen zur rechten Zeit. So verträgt es sich mit gutem Schlafe.

Sehr gefallen mir auch die Geistig-Armen: sie fördern den Schlaf. Selig sind die, sonderlich, wenn man ihnen immer Recht giebt.

Also läuft der Tag dem Tugendsamen.

Kommt nun die Nacht, so hüte ich mich wohl, den Schlaf zu rufen! Nicht will er gerufen sein, der Schlaf, der der Herr der Tugenden ist! Sondern ich denke, was ich des Tages gethan und gedacht. Wiederkäuend frage ich mich, geduldsam gleich einer Kuh: welches waren doch deine zehn Überwindungen? Und welches waren die zehn Versöhnungen und die zehn Wahrheiten und die zehn Gelächter, mit denen sich mein Herz gütlich that? Solcherlei erwägend und gewiegt von vierzig Gedanken, überfällt mich auf einmal der Schlaf, der Ungerufne, der Herr der Tugenden.

Der Schlaf klopft mir auf mein Auge: da wird es schwer. Der Schlaf berührt mir den Mund: da bleibt er offen.

Wahrlich, auf weichen Sohlen kommt er mir, der liebste der Diebe, und stiehlt mir meine Gedanken: dumm stehe ich da wie dieser Lehrstuhl. Aber nicht lange mehr stehe ich dann: da liege ich schon. (Also sprach Zarathustra: Von den Lehrstühlen der Tugend)

da liege ich schon…

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Karl Lagerfeld

Karl Lagerfeld hat in einem Interview gesagt, sinngemäß: Ich komme ins Leben, und ich gehe da wieder raus. Mehr ist nicht.“ (Aber er besaß besondere Handschuhe.)

Nietzsche hat geschrieben:

Das Leben als Ertrag des Lebens. – Der Mensch mag sich noch so weit mit seiner Erkenntnis ausrecken, sich selber noch so objektiv vorkommen: zuletzt trägt er doch Nichts davon, als seine eigene Biographie. (Aber er besaß nur einen Koffer mit ein paar Büchern.)

Karl & Friedrich:

Zwei Giganten.

Und was hat das alles mit Glücksklee zu tun? Oder einem gestorbenen Vater und einer liebenden Mutter? Es braucht halt etwas Glück und auch vielleicht ein bisschen Klee, um so klug zu werden. Auf jeden Fall aber muss die Mutter überleben…

 

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