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Mitteilung aus der Kronengruft 17: Zombies

Ja, es gibt diese Lockerungen. Und ja, man nimmt eher schüchtern daran teil. Denn man weiß ja nie…

Soll man jetzt Mundschutz tragen? Na klar. Im Geschäft. Aber auch, wenn man Freunde trifft? Neulich fuhr ich von Saarbrücken nach Luxembourg. Im Auto saßen vier Personen. Ich verordnete allen Mundschutz. In Luxembourg stellten wir fest, dass die Leute in Bussen keinen Mundschutz trugen. Aber die Leute auf der Straße schon. Man ist verwirrt.

Neulich traf ich mich mit Freunden in einem Garten zu einem „Zigarrenabend“. Wir trugen alle keinen Mundschutz. Aber zum Teil Hüte, die zumindest das Abstandsgebot forcierten. Um 23 Uhr haben wir Schluss gemacht. Aus Solidarität mit den Restaurants, die, wenn sie auch wieder öffnen dürfen, um 23 Uhr dicht machen müssen.

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Mitteilung aus der Kronen-Gruft 8

 

Die letzten drei oder vier Beiträge auf dieser Seite haben dem Anschein nach nichts mit meiner Kronen-Gruft zu tun. Und doch sind sie festerer Bestandteil dieser Rubrik als manches Andere. Halfen sie mir doch, die Zeit totzuschlagen, und verband ich doch die Hoffnung damit, auch einigen anderen bei diesem gegenwärtigen Massensport Hilfestellung zu leisten. Die drei Gedichte von Rilke passten zu Ostern wie die Faust aufs Auge. Inzwischen lese ich Gedichte von Karl Immermann. Der ist zwar außerhalb von Düsseldorf nicht halb so bekannt wie Rilke, aber dafür schreibt er Gedichte, bei denen man nicht den Eindruck hat, man müsste seine Hand ins Weihwasserbecken tauchen, bevor man sie liest.

In den USA sind inzwischen mehr als 500.000 Menschen infiziert. In Europa ist ja vor allem Italien stark betroffen. Vor dem Hintergrund dieser Katastrophe habe ich natürlich Rilkes Gedicht VOR-OSTERN rezipiert und mir vorgestellt, wie still es in diesen Tagen nicht nur in Städten wie Neapel ist im Gegensatz zu der Stadt, die Rilke zu beschreiben sucht. Wir können nur hoffen, dass wir wieder bald Gelegenheit haben, unsere Städte wieder so zu erleben, wie Rilke Neapel beschreibt.

Mein Kopfschmuck in diesem Beitrag besteht aus einer Ananas-Schale/-haut, an einer Stelle aufgeschnitten und dann vorsichtig vom Fruchtfleisch getrennt, dann an den Enden durchlöchert, ein Gummiring durchgezogen, der mit zwei Zahnstochern arretiert wurde, so hat’s gepasst. Und danach erfolgte die Selbstkrönung, wofür es ja durchaus historische Beispiele gibt.

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Mitteilung aus der Kronen-Gruft 7

Was Kollegen so ins Netz stellen, um Nähe in Zeiten der allgemeinen Distanzierung zu simulieren: Tänzer tanzen, Musiker musizieren, Maler malen uns was vor.

Leo Läufer hat, offensichtlich unterstützt von einem guten Brandy, „The Raven“ von Edgar Allan Poe rezitiert, zunächst zu seinem ganz privaten Vergnügen. Nun soll das Private auch hier politisch, also vergesellschaftet werden. Viel Spaß.

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