Hey, Alter, bloggst du noch? Und was sagt die KI dazu?

Vor sechs Jahren traf ich im Fischhaus in Düsseldorf einen Mann, der ziemlich genauso aussah wie mein alter Schulfreund Prof. Dr.Klaus Bayer. Der Doppelgänger im Fischhaus gestattete mir indes, ein Selfie von uns zu machen. Ich betrachte dieses Bild oft in Erinnerung an längst vergangene Tage und seufze: Ja, der Klaus…

Interessant ist, dass wir beide (also der Klaus und ich) inzwischen schon seit einiger Zeit Blogger sind. Ich hole mir seine neuesten Beiträge direkt aufs iPhone, er wird wahrscheinlich von mir nichts wissen wollen. Denn er hat vor etlichen Jahren mit mir Schluss gemacht.

Neugierig geworden? Hier ist, was ChatGPT über Klaus weiß:

 Klaus Bayer – der “Kleine-Reime”-Blogger

• Betreibt seit mindestens einer Dekade den Blog „KLAUS BAYER: KLEINE REIME“, in dem er kurze, pointierte Gedichte postet (meist acht Zeilen à fünf Silben), inspiriert von Tang-Dichtung und nüchterner Kürze   .

• Diese Mini‑Verse sind oft humorvoll, satirisch, nachdenklich – teilweise politisch unkorrekt – und verzichten bewusst auf Satzzeichen, um den Lesefluss herauszufordern  .

• In seinem Blog erklärt er, er habe eine „Freiheit des Spiels mit Sprache und Gedanken“ gesucht – kurz, prägnant, manchmal skurril .

Die KI weiß auch einiges über mich:

Leo Läufer ist ein deutscher Blogger, Autor und gesellschaftlicher Kommentator – kein Sportler oder Prominenter, sondern jemand, der seine Gedanken zu Kultur, Politik, Alltagsfragen und Literatur frei im Netz veröffentlicht.

🖋️ Persönliches & Stil

• Etwa 78 Jahre alt (nach eigenen Angaben), spielt mit dem Motto „Ich blogge, also bin ich“  .

• Sein Blog „Leo Läufer“ enthält Essays, Reflexionen und Rezensionen zu Themen wie Egon Schiele, Lichtenberg oder Mozart  .

Inhaltliche Schwerpunkte

Kultur & Literatur: Er schreibt etwa über Künstler (z. B. Schiele), klassische Musik und Literaturtheorie. Seine Beiträge sind essayistisch und reflektierend  .

Politische Kommentare: Hinterfragt aktuelle Geschehnisse und gesellschaftliche Phänomene – etwa die Berichterstattung über politische Debatten .

Persönliche Anekdoten: Erzählt auch von Begegnungen – z. B. familiäre Erfahrungen mit Überwachung in China – und reflektiert daraus generelle kulturelle Unterschiede  .

Veröffentlichungen

• Veröffentlicht Beiträge auf seiner Webseite „leolaeufer.com“.

• Hat offenbar auch ein Kinderbuch geschrieben („Der kleine Frosch“, Nora Handpresse, 1990), illustrativ unterstützt von seiner damaligen Frau  .

Kurz gesagt: Leo Läufer ist ein vielseitiger, alter Textmacher, der durch persönliches Bloggen sein Leben, Gedanken und Beobachtungen teilt.

Die KI ist ein wenig geschwätzig. Aber in einem Punkt hat sie ja doch Recht: Ich bin ein alter Textmacher. Den Nagel auf den Kopf getroffen! So schlau ist die!

Ein Kommentar

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Spätlese

Altes Mädchen – ha! Ich habe die Loreley verpasst. Zu toll geschifft wahrscheinlich…

Auf der Pirsch. Nach Musikalischem? Einem chinesischen Feder-Spielzeug? Dem alten Mädchen?

„Hey, komm mal rüber auf’n TiVi! Lagebesprechung.

Position beziehen. Warten. Ist Nietzsche am Ende Godot? Warten wir’s ab.

Aladin hat seine Position verlassen. Und: Gefundenes Fressen! Endlich etwas aufgelesen. Ein Zeichen. Heinrich Heine ist nicht Godot. Aber so gut wie Nietzsche. Und leider so gut wie tot. Die beiden.

Was aber macht Adonis?

Er schaut sich nach Thomas Mann um. Es lebe die Diversität!

Ich konnte es mir nicht verkneifen, in diese Trumpete zu stoßen. Es lebe die Freiheit! Nieder mit der Trompete!

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Bildhübsch

Na, wer denn?

Leos Angst vor Brillenschlangen

Hier wird Thomas Manns ironisch-hintergründige Beschreibung des biblischen Vorgangs aufs Irdisch-Alltägliche herabdekliniert… Vielleicht steckt ja immer nicht mehr dahinter… Joseph mochte Potiphars Weib nicht zu Willen sein, weil er sie nicht mochte. Sie trug dem Vernehmen nach keine Brille. Aber Joseph steht für Thomas Mann. Und der stand auf Männern. Eigentlich… Also mochte dieser Joseph nicht mit diesem Weibe schlafen. Und für den Autor galt: Ncht ausgelebte Homoerotik war die Triebfeder seiner Kunst. Verzicht als Kunstquelle, auf einen einfachen Nenner gebracht. Manche nennen das etwas aufgeblasen „Sublimierung“. Andere mögen das vielleicht als Dekadenz bezeichnen.

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ecce homo

Bild und Urbild

Rosenkavallerie

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tristitia post coitum


Im Alter vergisst Mann manchmal, dass es sie tatsächlich gibt, diese gewisse tristitia. Leicht ist Mann bei gegebener Gelegenheit geneigt, sie in das übergeordnete Fach der Melancholie (oder Altersdepressionen?) zu verschieben.

Oder schreibt das Ganze, als eingefleischter Nietzscheianer, dem Phänomen der Ewigen Wiederkehr zu.

Also: Versöhnung mit der Endlichkeit? Mit sich selber?

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Lose Worte, dahingeworfen zwischen ein paar Bilder

Ein Beerenbaum,
ja, eher ein riesengroßer Strauch,
erblüht jetzt schon im März.

Ein alter Mann,
mit Kamera vorm Bauch,
verübt einen Schattenscherz.

Ein Blütenbaum,
ein Schatten im Gras –
das war‘s.

(Wenn da nicht Aladin wäre,
der mich mit aufrichtigem Ernst anschaut
und mir so zu verstehen gibt:
Whatever you do –
I‘ll follow you!)

Tja, wohin wird die Reise gehen?

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Weißes Haus, gestern, 16:45 h

Zu Herrn Klingbeils Schweißtropfen kommen wir später auch noch…

Ich habe mir auf BBC die Verkündigungsshow angesehen.
Mr. Trump erläutert sein 90-Tage-Moratorium zu den Handelszöllen, von dem allein China ausgeschlossen ist, und beantwortet Fragen der handverlesenen Journalisten. Er stützt sich mit den Unterarmen auf den Tisch, seine Schultern scheinen leicht nach oben gezogen, sein also etwas eingezogener Kopf schnellt jedesmal in die Richtung des Fragestellers und verharrt bis zum Ende der Frage in dieser lauernden Position. Bei seinen Antworten schaut er gelegentlich nach links hinten, wo inmitten einer stehenden Riege von Statisten auch sein Handelsminister verharrt und dauernd dümmlich lacht. Trump sagt Dinge wie: I love China. And I know Xi very well, a very intelligent man. It‘s not his fault. It‘s the fault of these men behind that desk here! Who sat here, so stupid or corrupt. I think they weren‘t stupid. A President of the United States can‘t be stupid.

Womit der jetzige President of the United States uns nicht nur wieder ein wundersames Beispiel seiner Hirnslaloms, sondern auch seinen Albtraum offenbart, dass man ihn nämlich für dumm halten könnte. Oder nahm er nur wieder mal die Gelegenheit wahr, auf seine eigene Größe zu verweisen? Wie dem auch sei, beides ist pathologisch, wenn nicht „pathetic“, um ein in der US-Administration zuletzt häufig benutztes Wort zu gebrauchen in Zeiten, wo es in Hörweite von Mr. Trump offenbar ein spaßiges Spiel ist, Häme zu verbreiten.

Wie erbärmlich ist das denn…

(Übrigens legt die Aussage Trumps eine Parallele nahe zu Vance‘s Worten in München. Putin nicht die größte Gefahr? Sondern die Gefahr im Inneren, die angeblich bedrohte Meinungsfreiheit in Europa? Da fragt man sich wieder mal: Ist die US-Regierung chaotisch, oder haben die einen Masterplan? Eine ähnlich ambivalente Einschätzung kann sich ja auch aus der Signal-Affäre ergeben: War das Inkompetenz oder ist das mit einer maßlosen Arroganz zu erklären? Auf nichts ist Verlass. Wir wissen weder, ob die 90 Tage morgen schon vorbei sein werden, oder ob nicht beim nächsten Chat auf Signal ein Atomschlag diskutiert wird. Let‘s get rid of Old Europe. – Zeit zum Abschied nehmen? Was könnten wir für ein Glück haben, dass die neue kleine GROKO so eine Zuversicht verströmt. Wenn da nicht dieser Schweißtropfen auf der Wange von Herrn Klingbeil gewesen wäre bei der Verkündigung der Ergebnisse, den dieser zwar gern abgewischt hätte, sich das aber nicht traute und sich nur leicht über die Stirn wischte, um nur ja nicht auf das Offensichtliche einzugehen…)

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Olympic Silver Medallists Bejing 2008

Penis-Museum Reykjavik.

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Dicke Eier und starker Tobak

Putin hat die dicksten. Is Trump being blackmailed by Putin? It sounds unbelievable. But if you think about it, it looks like a logical explanation.

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Spiel mir das Lied vom Tod. Oder: „You don’t have the cards right now!“

Dieses Bild wurde von einer KI generiert mit der Maßgabe, ein Bild von der Szene in „Spiel mir das Lied vom Tod“ zu erstellen, in der der Bösewicht Frank den an Knochenmarktuberkulose erkrankten Eisenbahnmagnaten Mr. Morton verhöhnt und dann auch zu Fall bringt, indem er dessen Krücken wegschlägt.

Die filmischen Helden sahen natürlich weitaus spannender aus.

Das ist also der an Krücken wandelnde, relativ unbewegliche Mr. Morton, der allerdings ungeheuer reich ist. Seltene Erden waren damals allerdings noch unbekannt. Man dealte in Eisenbahnen…

Und dies ist der Fiesling Frank:

Der in einer Szene zu Mr. Morton sagt: „Du willst dich mit mir anlegen? Du kannst doch nicht mal auf deinen eigenen Füßen stehen!“ Und dann haut er ihm die Krücken weg, und Mr. Morton fällt kopfüber in den Dreck. (Trump sagt Selenskyj: „You are not in a good position. You don’t have the cards right not!“ Und als Selenskyj antworten will, schneidet er ihm das Wort ab. Er haut ihm die Krücken weg…)

Und genau das ist neulich im Oval Office des Weißen Hauses passiert. Und es sollte „GREAT TELEVISION“ sein. Als ich mir das Set im Oval Office später noch einmal ansah, habe ich tatsächlich gekotzt.

Aber interessant ist doch: Ein Blick in die Filmgeschichte der Vereingten Staaten zeigt, dass es das, was sich heute offenbart, immer schon gegeben hat.

Und ein Blick auf die gegenwärtige amerikanische Regierung vermittelt den Eindruck, man sitze in einem drittklassigen Kino und schaue ein billiges B-Movie an. Und wenn der Film zu Ende ist und wir das Kino verlassen und die Tore sich öffnen, treten wir ein in eine Trümmerlandschaft… Nichts ist mehr, wie es war.

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