Colourless green ideas

sleep furiously… (Remember Noam Chomsky?)

Lost in colourisational translation

Centre Pompidou-Metz, Katharina Grosse: SHIFTING THE STARS

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Hybrid

Kulinarische Annäherung China – Deutschland, mein Neffe zeigt, wie‘s geht…

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Turnvater Jahn

Habe heute im Düsseldorfer Hofgarten diesen Gedenkstein entdeckt:

Habe darnach auf dem matschigen Pfad 21 Liegestütze gemacht: 210, also für jedes Jahr einen, traute ich mir nicht (mehr) zu…

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Hat die Ampel einen Partner verloren?

Bei Markus Lanz war Saskia Esken am Abend des Ampelbruchs zugeschaltet. Markus Lanz nimmt Bezug darauf, wie die Fraktion den Bundeskanzler nach seiner Wutrede mit stehender Ovation gefeiert hat. Lanz: Sie haben gefeiert, weil Ihnen die Regierung um die Ohren geflogen ist? Esken: „Uns ist nicht die Regierung um die Ohren geflogen, sondern wir haben einen Koalitionspartner verloren.“ Was sie zu sagen hatte, rang den Gästen im Studio, vor allem dem Volkswirt Michael Bröcker, links im Bild, ein gequältes Lächeln ab. Aber was sie sagte, um die Aufschiebung eines Termins für das Misstrauensvotum zu rechtfertigen, war bei weitem nicht so peinlich wie das Setting, in dem sie sich präsentierte. Manche Politiker gestatten den Durchblick auf eine neverendende Bücherwand, andere lassen erkennen, dass sie in einer Villa mit Garten residieren. Aber Saskia überrascht uns mit einem zweifachen Dreiklang. Drei Blumentöpfe mit grünem Gemüse und drei große Buchstaben: S P D. Ist das alles, was von der ältesten bestehenden Partei Deutschlands übrig geblieben ist? Trotzdem, sie hat immer noch sowas Kuscheliges und setzt sich damit deutlich ab von der anderen Grand Old Party, die sich gerade dranmacht, Amerikas Demokratie zu schottern…

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Nachlese

Der Müllmann: Trump will fix it!

Tagesschau vom 28.10.2024: „Der Komiker Tony Hinchcliffe sagte über den mit den USA assoziierten Karibikstaat Puerto Rico: „Es gibt im Moment eine schwimmende Müllinsel mitten im Ozean. Ich glaube, sie heißt Puerto Rico.“ Anschließend machte er sich über die Geburtenrate von Latinos lustig. Hinchcliffe hatte schon vorher rassistische Bemerkungen über Latinos, Juden und Schwarze gemacht – allesamt wichtige Wählergruppen bei der bevorstehenden Wahl.“

Das Trump-Team hat sich zwar von diesen Äußerungen „distanziert“: „Eine Sprecherin der Trump-Kampagne sagte in einer Erklärung, dass „dieser Witz nicht die Ansichten von Präsident Trump oder der Kampagne widerspiegelt“.“ Doch was ist eine solche Distanzierung wert, wenn auf der gleichen Veranstaltung Kamala Harris massiv beleidigt wurde: „Einige der rund 20 Redner schossen auch in Richtung Vize-Präsidentin Harris. Trump selbst griff sie als „Drogenabhängige“, „Idiotin“ und als „Person mit einem sehr niedrigen IQ“ an. Der ehemalige New Yorker Bürgermeister und frühere Trump-Anwalt Rudy Giuliani behauptete fälschlicherweise, Harris stehe im Nahostkonflikt „auf der Seite der Terroristen“. Trumps Jugendfreund David Rem nannte Harris eine „Antichristin“. Der Geschäftsmann Grant Cardone sagte, dass Harris „und ihre Zuhälter unser Land zerstören werden“.“

Über solche Beleidigungen wurde auch in unseren Medien berichtet. Aber das oben gezeigte Bild ist wirkungsmächtiger als alle Beschimpfungen und Lügen zusammen. Solche Bilder entledigen sich der Sprache, nehmen dem Ruchlosen die Ruchlosigkeit, da nichts gesagt, da nichts gezeigt wird, was Anstoß oder Widerwillen erzeugen könnte. Nichts von „Wir müssen die Tiere vertreiben!“ oder „Diese Menschen sind Müll!“ ist hörbar oder sichtbar. Es wird ja lediglich gesagt, dass da etwas in Ordnung gebracht werden wird, wenn die Regierung übernommen wird. Und gleichsam augenzwinkernd wird dafür eine Müllmännerweste angezogen. Ein solches Bild versteht jeder.

Trump stellt sich bei McDonald’s vor…

In einer Sendung des deutschen Fernsehens über den Wahlkampf in den USA kam eine Frau zu Wort, die sinngemäß sagte, sie werde Trump wählen, denn sie fand es toll, dass der bei McDonald’s war, um Fritten zu backen. Trump spielt bei seiner Begrüßung auf seine Sendung The Apprentice an und man erinnert sich an seine Hasstirade in einer seiner Wahlkampfreden, die darin gipfelte, dass er schrie: „Kamala, you are fired. Get out o‘ here!“ Bei McDonald’s nimmt er wieder Kamala Harris ins Visier, und dieses Mal nennt er sie immer wieder „lying Kamala“. Dass sie früher mal bei McDonald’s gejobbt hat, nennt er eine Lüge, sie habe das nie getan.

Trump lügt nicht nur andauernd, sondern ist auch in anderer Hinsicht auf Lügen fixiert. Warum sind Lügen offenbar für ihn so wichtig? Das könnte daran liegen, dass Lügen hier etwas mit Charisma zu tun haben. Wieso? Bei charismatischen Rednern scheint es nicht auf das anzukommen, was sie sagen, sondern darauf, wie sie es sagen. Für die Anhänger solcher Personen zählt allein die Aura. Trumps „Selbstbewusstsein“, seine Autorität, die er schon an mehreren makaberen Beispielen zu veranschaulichen suchte (jemanden auf offener Straße straffrei ermorden; einer Frau ungestraft zwischen die Beine fassen), wäre doch unerschütterlich, wenn er sagen könnte, was er wollte, und dies keinen Einfluss auf das Verhältnis seiner Anhänger zu ihm hätte. Trump scheint sich das immer wieder selber beweisen zu wollen, indem er fortlaufend lügt. Das erklärt auch, warum es ihm offensichtlich Spaß macht zu lügen. Jede Lüge vergrößert sein Ego.

Schaut und hört man bei dem McDonald’s-Video genau hin, ist zu erkennen, dass Trump bei der Zubereitung seiner Fritten auf die Assistenz des Geschäftsführers angewiesen war. Er versenkt das Sieb mit den Fritten offenbar in den falschen Tank, der Mann neben ihm ergreift seine Hand und führt sie zu dem richtigen, in dem das Fett brutzelt und sagt dazu: „There you go“, was ja hier soviel bedeutet wie: Da müssen Sie das reintun!“

There you go!

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Wie weit dehnt sich das Universum am Tag aus?

Zurzeit dehnt sich das Universum mit etwa 20 Kilometer pro Sekunde pro Million Lichtjahre Entfernung aus. Das sind 72.000 Stundenkilometer – etwa dreimal so schnell wie eine Rakete fliegt.

Das jedenfalls erfährt man aus dem Internet. Aber ich kann Entwarnung geben. Wenn man den tiroler Geologen trauen kann, ist die Sache halb so schlimm. Wie ich darauf gekommen bin? Nun, ich war im Jahre 2008 mit dem Motorrad auf der Piller Höhe, und ich war neulich, also 2024 wieder da, mit dem Auto. Aber die Benutzung verschiedener Verkehrsmittel dürfte ja keinen Einfluss haben auf die geologischen Daten. Hier also die Fakten:

Der Gacher Blick im Jahre 2008

Der Gacher Blick im Jahre 2024

Auf der Piller Höhe am Gacher Blick hat sich die Erde in 16 Jahren also nur um 7 m vergrößert/ausgedehnt. Deutsche Klugscheißer könnten natürlich einwenden, vielleicht hätten die Tiroler nach ein paar Jahren noch einmal mit klügeren Instrumenten nachgemessen und seien so auf andere Zahlen gekommen. Mir aber gefällt die Vorstellung, dass einfache Menschen wie ich, also keine Geologen oder Kosmologen, bei solchen kleinen Schildern teilhaben können an unfassbaren Dingen wie der Ausdehnung des Universums. Und zugleich einen gewissen Trost erfahren, wenn sie sich durch Fake News aus dem Internet haben ängstigen lassen…

So habe ich 2008 ins Tal geschaut, fotografiert von einem Co-Biker. 2024 hat sich nicht nur die Größe des Kosmos verändert, sondern auch die Art, ein Foto zu machen. Was jetzt zählt, sind bloß noch Selfies…

Foto-Shooting mit Ego-Shootern, lauter Egomanen…

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Du Zauberflöte!

Tamino, dieser Feigling. Ha, die Schlange! Können die Jungfrauen da wirklich was machen? Oder hilft da eher eine Fleischbrühe von Liebig?

Im Ernst, wer mehr von diesem flötenschwangeren Schlangengift, den drei Jungfrauen und den drei Knaben (nicht im Bilde) erfahren möchte, von einem Jüngling, der sich in ein Bildnis verliebt und darauf irre Sachen in Kauf nimmt, von einem weisen Mann, der Sklaven foltert oder einer bösen Frau, die vor lauter Mutterliebe der Tochter ihr Herz öffnet, – der schaue doch mal nach, was Leo Läufer so in den letzten Wochen gelesen hat…

Das alles unter Reflexe und Reflexionen bei Leo Läufer…

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Kommunikationsbeschleunigung

Wir traten an’s Fenster, es donnerte abseitwärts und der herrliche Regen säuselte auf das Land, und der erquikkenste Wohlgeruch stieg in aller Fülle einer warmen Luft zu uns auf. Sie stand auf ihrem Ellenbogen gestützt und ihr Blick durchdrang die Gegend, sie sah gen Himmel und auf mich, ich sah ihr Auge thränenvoll, sie legte ihre Hand auf die meinige und sagte – Klopstock! Ich versank in dem Strome von Empfindungen, den sie in dieser Loosung über mich ausgoß. Ich ertrugs nicht, neigte mich auf ihre Hand und küßte sie unter den wonnevollsten Thränen. Und sah nach ihrem Auge wieder -“

Robert Gernhardt, zitiert nach Axel Kahrs „Klopstock? – Natürlich!“ Klopstock zum 300. Geburtstag…

Goethe macht uns zu Zeugen einer Kommunikationsbeschleunigung, von der die jungen Menschen von heute nur träumen können, wenn sie sich, von den Dichtern unserer Tage im Stich gelassen, angesichts eines gewaltigen Naturschauspiels und eines noch unbekannten, dunkel lockenden Partners mit dem kurrenten Betroffenheitsjargon behelfen müssen: Du, ich weiß nicht, mir gibt so ein Gewitter unheimlich viel, also auch emotional – was macht Regen eigentlich mit dir?“

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El Mescalero Hotzo

Wer von den 68ern erinnert sich nicht an den Göttinger Mescalero, der 1977 nach der Ermordung von Siegfried Buback ein Pamphlet veröffentlichte mit dem Titel Buback – ein Nachruf, worin es hieß:

„Meine unmittelbare Reaktion , meine ‚Betroffenheit‘ nach dem Abschuß von Buback ist schnell geschildert: Ich konnte und wollte (und will) eine klammheimliche Freude nicht verhehlen.“

Dass der Autor später im Text gegen solche Terrorakte argmentierte, wurde damals so gut wie nie erwähnt.

„Nach dem Attentat auf Trump am Samstagabend hatte Hotz, dem auf X knapp 700 000 User folgen, einen Witz gepostet: Was haben der letzte Bus und Donald Trump gemeinsam? „Leider knapp verpasst.““ (Süddeutsche vom 17.07.2024)

El Hotzo wurde dafür vom RBB gefeuert. Ich habe, als ich die Nachricht in der Süddeutschen Zeitung las, gestutzt und mich erforscht, wie ich denn auf das Bild vom Attentat auf Trump spontan reagiert habe. Und da habe ich gemerkt: Ich finde den Witz gut.

Zur Erläuterung: Für meine spontanen Gefühle kann ich nichts. Wer nur einmal Sturm der Liebe gesehen hat, der weiß, dass man nichts dagegen machen kann, wenn man sich verliebt. Aber im Ernst: Natürlich finde ich einen solchen Terrorakt absolut verwerflich und durch nichts zu rechtfertigen. Und dennoch… Lasst mich das durch eine kleine Änderung im Szenario erläutern. Stellen wir uns doch mal vor, wir hätten miterlebt, wie eine Dachziegel, vom Winde verweht, messerscharf an Trumps Ohr vorbeisegelt und am Boden zerschnellt. Würden wir dann eher „Gottseidank!“ rufen oder „Oh wie schade!“? Ich wünsche niemandem den Tod. Aber die Welt wäre erträglicher, wenn es manche Menschen nicht gäbe.

Übrigens: „Den Eintrag löschte Hotz zwar später, schrieb dann aber: „Ich finde es absolut fantastisch, wenn Faschisten sterben.““ erwähnt Harald Hordych in seinem Artikel in der SZ. Wohlgemerkt: Von „Umbringen“ ist hier nicht die Rede. Es wird lediglich angedeutet, dass Dachziegel wohl auch mal Friedensengel sein könnten. So Gott will…

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Ridin‘ with Biden

Hi Joe, next time you should try Dextro Energy!

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