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Bettine von Arnim: Letzte Liebe (2019) – Stefanie Sargnagel: Statusmeldungen (2017)

Spätestens seit dem 18. Jahrhundert und dann bis ins 20. Jahrhundert war Briefe Schreiben eine der Lieblingsbeschäftigungen der gebildeten Schichten. Mit der Erhöhung der “Taktfrequenz” gegen Ende des 18. Jahrhunderts, als es schließlich tägliche Postverbindungen zwischen den Städten gab, gewann das Briefe Schreiben noch einmal an erheblicher Bedeutung, konnten Briefe doch nun in täglichem Wechsel geschrieben und beantwortet werden. Dies kam dann vor allem einem „romantischen“ Mitteilungsbedürfnis in dieser Zeit entgegen. Was heute von den Social Media geleistet wird, wurde in jener Zeit von literarischen Journalen gefördert und durch den brieflichen Austausch über das, was in diesen geboten wurde, noch einmal intensiviert. Man mag heute über die täglichen Ergüsse und Stoßseufzer auf Facebook & Co die Nase rümpfen, so bleibt doch unbestritten, dass durch diese Art der Kommunikation offenbar ein soziales Bedürfnis nach Nähe oder Selbstoffenbarung befriedigt wird, von dem man annehmen darf, dass es das auch schon vor ein paar hundert Jahren gegeben hat, nur eben in einer uns heute weitgehend unbekannten medialen Vermittlung: durch Briefe. (Siehe auch Kurt Fassmann: Briefe deutscher Klassiker, Rezension Nr. 31)

Glaubte man unter Fachleuten, dass alle wesentlichen Briefe aus jenen Zeiten bekannt seien……..  Den vollständigen Text der Rezension findet man unter Reflexe und Reflexionen.

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Feministisch-virtuelles Rumpelstielzchen

STATUSMELDUNG in eigener Sache:

Unter Reflexe und Reflexionen habe ich eine weitere „Buchbesprechung“ veröffentlicht, besser gesagt: einen Doppelschlag gegen eine viel veröffentlichte Lyrikerin und eine Frau, die aus dem Internet zu uns und über uns kam. Und einen Tipp für diejenigen, die sich eher eine Hand abhacken würden als ein Buch weg schmeißen…

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