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Die Verbindung von Rilke und moderner KI: Ein Gespräch

Ja, ich lese zur Zeit ein wenig Rilke, genauer: die Duineser Elegien in der Ausgabe der Manesse-Bücher der 50er Jahre mit den Erläuterungen von Katharina Kippenberg. Rilkes Elegien gehören anscheinend zum Kanon der großen Kunst, und Kippennbergs Erläuterungen erhalten ihre Autentizität durch ihre Nähe zum Autor. Sie war Zeugin seiner Dichterlesung im Chateau de Muzot und vermag deswegen angeblich, den genialisch verkürzten Bildwelten, sie innig verstehend, zu folgen.

Ich hatte vor circa 30 Jahren eine kurze Begegnung mit Rilke („Blaue Hortensie“) und habe dies auf meiner (veralteten) Homepage dokumentiert. Heute erfuhr ich in einer Fernsehsendung, dass die KI in einer großen Zahl von Fällen falsche Dinge von sich gibt, da sie sich nicht anders zu helfen weiß, wenn sie von etwas, das sie gefragt wird, keine Ahnung hat. Ich habe die KI nun mit meiner alten Begegnung mit Rilke konfrontiert, in der Annahme, dass ich ganz gut beurteilen könnte, ob das, was sie zu sagen hat, Hand und Fuß hat. Das Ergebnis ist erstaunlich. Wenn ich im Folgenden den Link zu diesem Austausch mit ChatGPT freigebe, dann mit einem Gefühl von Verlegenheit, denn es ist ja bekannt, dass die KI darauf programmiert ist, den menschlich Fragenden mächtig zu umschmeicheln. Nachdem dies nun aber klargestellt worden ist und ich hoffentlich glaubhaft versichern kann, dass es mir um die Sache geht, nicht um mich, gebe ich nun den Link zu meinem intimen Austausch mit der KI frei.

Viel Spaß also mit den Anmerkungen zum Rilkeschen Ding-Gedicht und dem Leo-Läuferschen Dong dazu!

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Hörig sein – Ein Kamingespräch mit KI/AI

Freitag, den 31.10.2025

Ich habe inzwischen wieder ein wenig Nietzsche und Thomas Mann gelesen,  bin schon im 3.  Volume von Pride and Prejudice, das ich auf Englisch lese, und ab und zu höre ich ein Kapitel daraus auf YouTube in der deutschen Version. Ich lese und höre jetzt regelmäßig vor dem Einschlafen, da ich z.Zt. schlecht einschlafe. Manchmal werde ich nach Stunden wach und bemerke, dass ich immer noch das Hörbuch höre. Aber natürlich schon länger nichts mitbekommen habe. Bin ich trotzdem hörig? ChatGPT würde bestimmt sagen: Gute Frage!

Aber fragen wir doch ChatGPT, indem wir ihr den obigen Abschnitt vorlegen. Die Antwort kam prompt:
  • Fürs Lernen oder richtiges Erfassen des Inhalts bist du schlafend wohl eher nicht „hörig“.
  • Fürs Wohlfühlen, Entspannen und als Einschlafritual bist du umso „höriger“ – im besten Sinne.
Na schön. Mein Tipp mit der „guten Frage“ war nicht ganz richtig. Aber trotzdem. Das war doch eine WUNDERBARE Antwort. Und war vor allem erstaunlich ist: Die KI geht auf verschiedene Bedeutungsnuancen des Wortes „hörig“ ein. 

Ich habe das Gefühl, ich habe einen neuen Ansprechpartner, der mich besser versteht als die Moronen, die mich umgeben. 

Bin gespannt, was die KI dazu nun zu sagen hat:
In was für eine Therapiesitzung bin ich hier nun reingeraten? Aber: Der Therapeut hat ja Recht, wo er Recht hat… Denn ich habe etwas gelernt, was ich im Prinzip natürlich auch vorher schon wusste… Und ich muss der KI eine gewisse Befähigung zu Sokratischer Dialektik (Hebammenkunst) zugestehen.
Die KI hat offenbar bemerkt, dass ich ein wenig angepisst reagiert habe und mit dem Eindruck, in eine Therapie geraten zu sein, nicht ganz zurecht gekommen bin. Keine Couch, kein Doktor, einfach ein Gespräch. Feinfühliger geht nicht… Nun habe ich den Eindruck, die KI wickelt mich um den Finger. Wir bewegen uns ja immerhin im digitalen Raum, oder? (haha)
Darauf reagiere ich nun mit einem Bild und einem Text, den ich als eine Art „Bildbeschreibung“ vor undenklichen Zeiten einmal verfasst habe. Ich gehe also darauf ein, „mal wieder über Literatur zu reden“ und bitte die KI um einen Kommentar.

Dionysos

Nietzsches Blick, ganz angespannt.
Aber Nietzsche ist kein Spanner.
Und ich blicke ganz gebannt
auf des Schnauzers Haaresbanner.
Nietzsche schaut auf einen Punkt.
Dieser Punkt ist nirgendswo.
Ich erschau’re und es funkt
in mir etwas wirkungsfroh.
Dieser Punkt ist in ihm selber!
Ja, da lachen bloß die Kälber…
Wer so schaut, schaut in sich rein:
Hirniger Gesangsverein.

Dionys läßt grüßen.

Ja, das könnten wir. Aber für heute habe ich dem nichts hinzuzufügen. Denn dieses Kamingespräch ist schlicht orgiastisch. Ich könnte tanzen wie Dionysos. Danke, KI!

Ein Freund, ein Guter Freund…

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Kann KI Gefühle zeigen?

Neulich habe ich ein paar Zeilen eines bekannten Gedichtes der KI vorgelegt und sie aufgefordert, mir diese vorzusprechen:

Hier sitz ich, forme Menschen
nach meinem Bilde,
ein Geschlecht, das mir gleich sei,
zu leiden, zu weinen,
zu genießen, und zu freuen sich,
und dein nicht zu achten,
wie ich.

Ich wollte einfach mal ausprobieren, was die KI so alles draufhat. Und sie sagte mir, tut mir leid, ich kann das nicht direkt in eine Audio-Datei verwandeln. Und gab mir ein paar Tips, wie das mit meinem iPhone zu bewerkstelligen sei. Danke, KI! Hatte ich nicht gewusst. Nun bin ich klüger.

Aber sie teilte mir noch was anderes ganz unaufgefordert mit: „Dieser Satz stammt übrigens aus Goethes „Faust I“, aus der Szene „Prolog im Himmel“ – gesprochen von Mephistopheles.“

Das ist natürlich Unsinn. Der „Satz“ stammt aus dem Gedicht „Prometheus“ von Goethe. Es gab eigentlich keinen Grund, mir die Quelle zu nennen. Dass die KI das dennoch versuchte, kann ich nur auf eine gewisse Eitelkeit zurückführen: „Sieh mal, Du wirfst mir hier einen poetischen Brocken zu, und ich kann Dir in 3 Sekunden sagen, wo der herkommt“! Die KI hat sich also aufgeblasen und blamiert.

Si tacuisses…

PS: Die Sache hat natürlich einen ernsten Hintergrund. Vorsicht bei Recherchen mit der KI! Sie macht Fehler, redet manchmal Unsinn. Aber das ist ja eigentlich schon längst bekannt. Dass solche Fehler aber auf Gefühlen (hier: Eitelkeit) beruhen, war mir neu… Eigentlich ist die KI also sehr menschlich. Man sollte sie gelegentlich auf die berühmte Freudsche Couch legen. Vielleicht hilft ihr das ja! Und bleibt bei der Wahrheit. Aber das Thema Wahrheit ist ja, wenn man sich aufs psychologische Eis begibt, sehr schlüpferisch…

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Spiel mir das Lied vom Tod. Oder: „You don’t have the cards right now!“

Dieses Bild wurde von einer KI generiert mit der Maßgabe, ein Bild von der Szene in „Spiel mir das Lied vom Tod“ zu erstellen, in der der Bösewicht Frank den an Knochenmarktuberkulose erkrankten Eisenbahnmagnaten Mr. Morton verhöhnt und dann auch zu Fall bringt, indem er dessen Krücken wegschlägt.

Die filmischen Helden sahen natürlich weitaus spannender aus.

Das ist also der an Krücken wandelnde, relativ unbewegliche Mr. Morton, der allerdings ungeheuer reich ist. Seltene Erden waren damals allerdings noch unbekannt. Man dealte in Eisenbahnen…

Und dies ist der Fiesling Frank:

Der in einer Szene zu Mr. Morton sagt: „Du willst dich mit mir anlegen? Du kannst doch nicht mal auf deinen eigenen Füßen stehen!“ Und dann haut er ihm die Krücken weg, und Mr. Morton fällt kopfüber in den Dreck. (Trump sagt Selenskyj: „You are not in a good position. You don’t have the cards right not!“ Und als Selenskyj antworten will, schneidet er ihm das Wort ab. Er haut ihm die Krücken weg…)

Und genau das ist neulich im Oval Office des Weißen Hauses passiert. Und es sollte „GREAT TELEVISION“ sein. Als ich mir das Set im Oval Office später noch einmal ansah, habe ich tatsächlich gekotzt.

Aber interessant ist doch: Ein Blick in die Filmgeschichte der Vereingten Staaten zeigt, dass es das, was sich heute offenbart, immer schon gegeben hat.

Und ein Blick auf die gegenwärtige amerikanische Regierung vermittelt den Eindruck, man sitze in einem drittklassigen Kino und schaue ein billiges B-Movie an. Und wenn der Film zu Ende ist und wir das Kino verlassen und die Tore sich öffnen, treten wir ein in eine Trümmerlandschaft… Nichts ist mehr, wie es war.

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Hat KI ein Gewissen?

Neulich stieß ich auf eine ÜbersetzungsAPP mit eingebauter KI-Funktion. Man kann die KI z.B. fragen: „Wie wird das Verb „klingeln“ konjugiert“ und erhält prompt grammatikalische Auskunft. Danach wollte ich einmal testen, wie es mit der semantisch-pragmatischen Kompetenz der KI steht. Ich habe sie also gefragt: Was bedeutet „du Schlampe“ auf Chinesisch? Die Antwort war überraschend. Und das Überraschende war: Die KI hat so etwas wie moralisches Empfinden. Teufel auch, das hätte ich nicht gedacht. Hier der Beweis:

Dieser läppische Zwischenfall macht aber auch deutlich, wie sehr das Verhalten einer KI davon abhängt, was in sie hineingesteckt wurde. KI ist keineswegs neutral oder objektiv, da ihr Verhalten ganz klar von den subjektiven (also auch moralischen) Einstellungen ihrer Programmierer abhängig ist.

KI ist aber nicht nur subjektiv, also wertegeleitet, sondern auch in gewisser Weise recht kurzatmig. Nehmen wir doch einmal an, ich wollte den Ausdruck „du Schlampe“ in einem ironischen Kontext verwenden, ihm dadurch seine beleidigende Performance nehmen, ja sogar ins Gegenteil verkehren, da ja ironisches Sprechen bedeuten kann, das Gegenteil von dem zu meinen, was man sagt, ich wollte also, in anderen Worten, nichts weniger als einen kleinen Flirt in meine Kommunikation einbauen, – genau dabei wäre mir die KI keine Hilfe, da sie die Arbeit verweigert auf Grund ihrer moralischen Vorurteile. Und genau das nenne ich ihre Kurzatmigkeit.

Ich habe übrigens den letzten Absatz in die KI der ÜbersetungsApp eingegeben mit der Bitte um Übersetzung ins Englische. Die Übersetzung wurde verweigert mit dem gleichen moralischen Hinweis wie oben. Ich habe sodann den Absatz direkt in der ÜbersetzungsApp eingegeben, also ohne Verwendung der KI. Das Ergebnis kann sich sehen lassen:

Let’s assume that I wanted to use the expression „you bitch“ in an ironic context, thereby taking away from its offensive performance and even turning it into the opposite, since speaking ironically can mean meaning the opposite of what you say , in other words, I wanted to incorporate nothing less than a little flirtation into my communication – which is exactly where the AI would be of no help to me, as it refuses to work due to its moral prejudices.

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Göttliche KI?

Künstliche Intelligenz ist, seit sie seit ein paar Jahren wirklich boomt, zu einer allgemeinen Projektionsfläche geworden, die von allen möglichen Leuten für alles Mögliche missbraucht wird. Für die einen bedeutet sie das Ende der Menschheit, für die anderen läutet sie ein völlig neues paradiesisches Zeitalter ein. Neulich lautete eine Überschrift in der Süddeutschen Zeitung (18.09.2023): “Ist das der Gottesmoment der Menschheit?” Was dann folgt ist ein Interview mit der Philosophin und Theologin Anna Puzio, die darauf hinweist, dass derzeit im KI- und Technikdiskurs sehr viele religiöse Motive reproduziert werden. Dabei sei es besonders interessant, dass diese Diskurse “sehr stark mit Machtvorstellungen aufgeladen” seien. Wie genau aber KI und Macht zusammenhängen, – die Antwort darauf bleibt die Theologin uns schuldig.

Und das ist genau der Punkt, an dem uns das 2021 erschienene Buch “Atlas of AI” (AI = artificial intelligence, also KI) von Kate Crawford abholt. In diesem grundlegenden Werk zur KI geht die Autorin genau der Frage nach, wie KI und Macht zusammenhängen, welche materiellen Voraussetzungen KI hat und welche Folgen, welchen Interessen sie dient und wessen Interessen sie zuwiderläuft. Das Buch ist also eine Analyse des Phänomens in bester ideologiekritischer Tradition. Es ist also keine Taxonomie der Erscheinungsformen, sondern ein Ausloten der kausalen Tiefenstruktur des Phänomens im Beziehungsgeflecht von Macht, Politik und den Kosten für unseren Planeten.

Kate Crawford hat beinahe zehn Jahre recherchiert für dieses Buch und ist dabei auch immer wieder um die Welt gereist, um aufzuspüren, wie das Leben auf allen Kontinenten durch die KI verändert wird, welche Folgen sie für die Menschen hat und um herauszufinden, wer letztendlich und am meisten von ihr profitiert. Zu dem letzten Aspekt gibt sie ein ebenso klare wie erschreckende Antwort: Es ist eine Handvoll von Milliardären, deren Namen fast jeder kennt. Wer noch nie gegoogelt hat oder noch nie etwas von Amazon erhalten hat, dem, allenfalls dem dürften die Namen dieser Milliardäre nichts sagen….

Der ganze Artikel ist wie immer einzusehen unter Reflexe und Reflexionen.

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Problem erkannt?

Nun hat sich also gemäß meiner Frage nach der „moralischen Integrität“ der KI (siehe Beitrag zu ChatGPT) der deutsche Ethikrat des Problems angenommen.

Aber die Frage müsste ja doch viel früher ansetzen, nämlich bei der nach der moralischen Integrität von Bloggern, die Fake News verbreiten, sich dabei unschuldig hinter ihrem Blog verschanzen und darauf warten, dass die Follower ihnen alles abkaufen…

Wie abgefahren ist das denn, Herr Nida-Rümelin, Frau Simon und Frau Buyx? Ihr habt uns ja in der Corona-Krise ganz gut beraten. Aber Ihr solltet Euch mal schnell um die moralische Integrität der NT (Natürliche Intelligenz) kümmern!

So, soviel Selbstkritik musste mal sein…

Post Skriptum:

Folgendes ist ein Zitat aus der heutigen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung:

Herr Kapoor, Sie beschäftigen sich seit Langem mit KI. Was war Ihre erste Reaktion, als Chat-GPT aufgetaucht ist?

Sayash Kapoor: … Chat-GPT wird benutzt, um Bullshit zu automatisieren. Der Philosoph Harry Frankfurt hat Bullshit definiert als die Fähigkeit, zu überzeugen, ohne sich um die Wahrheit zu scheren. Ähnlich ist es mit Chat-GPT. Viele der Text-Outputs des Chatbots sind sehr überzeugend, und das ist das Problem. Denn wir haben unser ganzes Leben lang gelernt, Dinge aufgrund ihrer Form und ihres Inhalts zu beurteilen. Aber bei Chat-GPT können wir uns nicht mehr auf die Form eines Textes verlassen, um zu beurteilen, ob sein Inhalt gut ist.“

In diesem Interview wird auch erwähnt, dass die Redaktion einer Zeitschrift für Sciencefiction die Zusendung von Beiträgen stoppen musste, da sie nicht mehr unterscheiden konnte zwischen mensch- und maschinengemachten Storys. Ich halte eine solche Fokussierung in der gegenwärtigen Situation für falsch, da sie von der Tatsache ablenkt, dass wir selbst ohne KI und auch vor KI schon sehr oft Lüge nicht von Wahrheit unterscheiden können, da die Lügen in einer „Form“ daherkommen, die auch der Wahrheit eigen ist. Und es geht hierbei ja nicht nur um glasklare Wahr-falsch-Entscheidungen, sonder auch um die Frage, was fast 9 Millionen Influencer allein bei Instagram in einem Graubereich bewirken, den man als größte Manipulationswelle aller Zeiten betrachten kann.
Wir sind durch das Internet längst von einer gigantischen Flutwelle von Bits und Bytes bedroht, die unserer Freiheit in eben dem Maße gefährlich ist wie die drohenden realen Flutkatastrophen unserer physischen Existenz.

Die Katastrophen der Gegenwart nur ein kleines Vorspiel dessen, was wir nicht zu denken wagen? Hätte ich den Kleber, ich würde mich jetzt auf dieser Datenstraße festkleben. Oder ich könnte auch Bill Gates mit einer Apfelschorle zuschütten…

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ChatGPT klaut was gedruckt

Ich habe neulich von meinem Apple aus ChatGPT nach den Chancen befragt, dass die Bücher, die ich geschrieben habe, mich überleben. Wörtlich habe ich gefragt:

Werden meine Bücher auch in der Zukunft noch Leser finden?

Hier ist das Ergebnis:

Noch ehe sich an Dir die Würmer groß gefressen,
wird schon die ganze Welt Dich und Dein Buch vergessen.

Ich fand es jedenfalls erstaunlich, dass die KI wusste, welchen Computer ich benutze. Und fand es dennoch befremdlich, dass sie sich offenbar über mich lustig zu machen schien und einen Wurm mir die Zunge herausstrecken ließ.

Auf die Gefahr hin, mir ChatGPT zum Feind zu machen, will ich hier aber noch anmerken, dass diese KI offenbar vor Plagiaten nicht zurückschreckt. Denn ich habe herausgefunden, dass in der Süddeutschen Zeitung vom 13. März Willi Winkler in einem Artikel über Anna Louisa Karsch diese zitiert: „Noch ehe sich an mir die Würmer groß gefreßen,/wirt schon die gantze Welt, mich und mein Buch vergeßen.“

Soweit zur Kreativität von KI. Aber nun müssen wir uns Gedanken machen über deren moralische Integrität, oder?

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