Schlagwort-Archive: Armin Laschet

„Es tut mir leid“

sagt der Bundespräsident in Erftstadt. Und währenddessen lacht der Armin Laschet.

Meines Erachtens hilft da keine Entschuldigung. Der Mann muss weg.

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Klischee der Woche

Noch einmal die SZ. Sie fragt Armin Laschet:

Was ist der wichtigste Unterschied zwischen Annalena Baerbock und Ihnen?

Laschet: Sie redet, ich handle.

Mein Gott, ist das billig! Laschet hätte doch so vieles sagen können. Er hätte auf seine Regierungserfahrung hinweisen können. Aber was er da sagt, ist nicht besser als wenn er gesagt hätte: Sie ist eine Frau, ich bin ein Mann. Oder fragen Sie doch mal eine Opernsängerin, was der Unterschied zwischen ihr und einer Nachtigall ist. Vielleicht würde sie ja antworten: Die zwitschert drauflos, ich kann vom Blatt lesen. Genau, der Armin kann vom Blatt lesen… Er handelt. Wäre auch schlimm, wenn ein Ministerpräsident das nicht täte. Und sie redet. Was könnte sie auch sonst tun als Parteivorsitzende.

Aber niemand würde sagen können, dass das, was Annalena sagt, keine Wirkung hätte… Schon mal was von Sprechhandlung gehört?

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Sprechblase des Tages

Armin Laschet auf die Frage der Süddeutschen Zeitung von heute:

Was macht einen guten Kanzler aus?

Ein Bundeskanzler muss, wenn er um vier Uhr nachts in einer Krise geweckt wird, immer europäisch denken.

Offenbar hat die SZ Herrn Laschet morgens um vier aus den Federn geholt… Da ist es gut, einen stabilen Vorrat an Reflexen zu besitzen.

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Kandidat der Herzen: „Ich bin’s auch!“

Der Generalsekretär der CSU, Markus Blume, hatte diesen Slogan, den er aus dem Umfeld von Lady Di geklaut hat, in die Welt gesetzt. Dieser Kandidat der Herzen hatte ja voll darauf gesetzt, dass manche in der CDU, vor allem auch Bundestagsabgeordnete, Schiss bekommen haben, dass mit einem Kandidaten, der in Umfragen weit abgeschlagen ist, keine Wahl und schon gar nicht ein erneutes Bundestagsmandat zu gewinnen ist. Blume scheint also davon auszugehen, dass diese Klientel das Herz genau da sitzen hat, wo die meisten Leute ihren Geldbeutel tragen, in der Gesäßtasche, am Arsch also, also da, wo das Grundeis ist, wo also der Arsch gelandet ist. Man kann also mit einer gewissen Berechtigung sagen: Markus Söder ist der Kandidat der Ärsche.

Wenn es diese Pandemie nicht gäbe, könnte man glatt meinen, Blume trage diese Maske, weil da irgendwas stinkt…

Aber auch Armin Laschet hat gemerkt, dass man mit solchen semantischen Eroberungen Punkte sammeln kann und rief laut: „Ich bin’s auch!“ Und er fügte noch was hinzu: In einem RTL-Interview stellte er schnell klar: „Ich bin´s auch. Es gibt viele Leute, die sagen, ich bin es auch. So haben wir quasi zwei Kandidaten mit Herzen.“ 

Lieber Armin Laschet, da hast Du wieder mal was völlig missverstanden. Kein Markus Söder würde je behaupten, dass er ein „Kandidat mit Herz“ wäre. Dies offenbart mal wieder, dass im politischen Diskurs dieser Tage niemand irgendjemandem zuhört.

Gibt es eigentlich Eiterblasen? Eitelkeitsblasen gibt es schon. Und unsere beiden Herzenskandidaten sind in ihrer Blase fest beschlossen. Schon Gregory Peck und Audrey Hepburn wussten: Es gibt nur EIN Herz und EINE Krone.

Kann sich jemand den Söder als lachenden Sozius vorstellen? Das sollte dann aber erst ab 18 freigegeben sein…

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Metamorphosen

Was da heute passiert ist, erinnert mich an das Märchen von Rotkäppchen und dem bösen Wolf. Armin trägt sein Los und Kanzler-im-Körbchen, Markus kann man sich gut als großmütterlich getarnten Wolf vorstellen.

Kanzler-im-Körbchen.

Aber der Reihe nach.

Die CDU/CSU hatte zunächst einen Kanzerkandidatkandidaten. Armin Laschet.

Es gab aber noch einen heimlichen Kanzlerkandidatkandidaten: Markus Söder.

Der eine kommt aus der größeren Partei. Der andere hatte zuletzt doppelt so gute Umfragewerte, selbst in der größeren Partei.

Zwischen Ostern und Pfingsten sollte dann entschieden werden, wer Kanzlerkandidat werden sollte.

Seit heute hat die CDU/CSU zwei un-heimliche Kanzlerkandidatkandidaten. Der eine sagt: Ich würde gern Kanzlerkandidat werden (Er sagt aber nicht deutlich warum.). Der andere sagt dasselbe: Ich würde gern Kanzlerkandidat werden (Er sagt, weil es um Deutschland, ja um Europa geht – s. heute journal -. Und das sagt derjenige Ministerpräsident, der noch vor ein paar Tagen verkündete, Bayern werde unabhängig von der EU Millionen Impfdosen von Russland beziehen.)

Die CDU/CSU hat also immer noch keinen Kanzlerkandidaten, keinen gekürten jedenfalls, aber statt des einen angekündigten Kanzlerkandidaten nun zwei noch ungekürte.

Armin Laschet kommt aus dieser Nummer nicht mehr raus. Während Markus Söder auf elegante Weise (Klaus Kleber) nach dem Posten (Verzeihung: Nach der Möglichkeit, für Deutschland, ja für ganz Europa Verantwortung zu übernehmen) schnappt.

Ein Detail aus Klebers Interview mit Söder ist übrigens interessant: Söder schwadronierte davon, dass er sich so toll verstehe mit dem Armin. Das sei alles so ganz anders zwischen den Schwesterparteien als zu Zeiten von Strauß und Kohl. Da sagte Kleber: „Sie greifen also nur eleganter nach der Macht.“ Und Söders Antwort darauf: „Von Eleganz verstehen Sie ja was.“ Ich habe Söder selten so verstört erlebt.

Der Wolf hat das Lamm gerissen. Die Frage wird also sein: Was machen die anderen Schafe?

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Mitteilungen aus der Kronen-Gruft 36: Nachdenke

Seit Tagen, ja seit Wochen warnen Virologen davor, angesichts dieser sog. dritten Welle und des aggressiven Mutanten B1.1.7. den Lockdown zu lockern und fordern sogar eine drastische Verschärfung. Vor den Ostertagen sagte der Ministerpräsident von NRW, CDU-Parteivorsitzender und möglicher Kanzler-Kandidat, er werde die Ostertage nutzen, um einmal über die Situation nachzudenken. Er hat dafür offenbar auf Twitter viel Spott erfahren. Seit heute, Osterdienstag, wissen wir nun, dass bei dieser Nachdenke auch tatsächlich etwas herausgekommen ist, nämlich eine Wortschöpfung (nicht zu verwechseln mit einer Wertschöpfung!). Armin Laschet hat verkündet, sozusagen als Aprés-Oster-Message: Was Deutschland braucht, ist ein Brückenlockdown. Man hört in den Nachrichten, dass er damit wieder etwas näher an Merkel und den ihr treuesten Ministerpräsidenten Markus Söder herangerückt ist. Übrigens hört man auch, die Kanzlerkandidatenfrage sollte bei den Unionsparteien nicht ohne eine Rückversicherung bei Angela Merkel entschieden werden. Die Röcke der Angela sind offenbar sehr weit. Wer also wird den neuen Oskar Matzerath zeugen, der uns in das Post-Corona-Zeitalter führen wird? Neue Trommeln braucht das Land!

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