Mitteilungen aus der Kronen-Gruft 52: Nichts ist gewöhnlicher als der Tod (No2)

Dass nichts gewöhnlicher als der Tod ist, wird genau so in dem hier beachteten Kapitel von „Joseph und seine Brüder“ gesagt. Was aber heißt das? „Gewöhnlich“ ist ja etwas, das häufig, ja immer vorkommt. Alles, was lebt, erleidet den Tod. Voila: Der Tod ist etwas sehr Gewöhnliches. Aber „gewöhnlich“ hat ja eine weitere Bedeutung. Etwas Gewöhnliches ist das Gegenteil von etwas Außerordentlichem. Letzteres betrifft das Wie des Menschen, das, was jeden von jedem anderen unterscheidet. Der Tod hingegen betrifft nicht das Wie, sondern das Dass, die bloße Existenz. Und die ist nur ein Dass, ein Dass-man-ist, und sonst gar nichts. Und das ist etwas sehr Gewöhnliches, etwas ohne alle Zier…

Wie es einem beim Sterben so ergehen kann

Bei Thomas Mann hat der Tod also etwas Neckisches. Er ist also nichts, vor dem man sich fürchten müsste…

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Eingeordnet unter Kronen-Gruft, Zeitliches

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