Mitteilungen aus der Kronen-Gruft 53: Nichts ist gewöhnlicher als der Tod (No3)

Bist du noch bei Trost? Kann man dich noch trösten? Kann man jemanden noch trösten, der im Sterben liegt? Macht man sich und dem Sterbenden nicht etwas vor? Mont-kaw, der Chef Josephs, war einmal verheiratet. Doch Frau und Kind waren bei der Geburt des Kindes gestorben. So erklärt sich, dass dieser ägyptische Witwer sich des schönen Sklaven angenommen hat und ihn zu seinem Erben bestimmte… Thomas Mann hat hier eine schlüssige Story abgeliefert. Nun liegt also Mont-kaw auf dem Sterbebett und wird von Joseph getröstet.

Wie man einen Sterbenden trösten kann

… und was war, das wird sein. Mehr Trost geht nicht. Da kann man getrost sterben.

Geboostert, gehe ich morgen hinaus und werde mir ein paar schöne Dinge kaufen und ein paar liebe Freunde treffen. Ich verlasse die „Kerkergrube meiner Belästigung“, hoffentlich nicht für alle Ewigkeit. Und wenn’s mich erwischt, lese ich noch einmal Josephs tröstende Worte und bin gespannt, ob ich die dann noch als tröstend empfinde. Hier kommt wieder das Problem von Kunst und Wirklichkeit ins ernste Spiel, wir könnten da leicht unter die Räder kommen…

Meine Prognose: Fluchend ginge ich dahin…

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Eingeordnet unter Kronen-Gruft, Zeitliches

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