Wille zur Macht

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Water, water everywhere, and not a drop to drink… Aber seht doch, die Wolken!

Wille zur Macht. Ja, das ist ein Begriff, den jeder Wissende, aber auch viele Unwissende mit Friedrich Nietzsche verbinden.

Mein Philosophielehrer in der Oberstufe, der selige Dr. Schütt, hat uns einmal gefragt: „Was kann eigentlich einen Willen haben?“ Meine Antwort lautete: „Die dahinziehenden Wolken, zum Beispiel!“ Natürlich hat Dr Schütt sofort nachgefragt und ein wenig spöttisch dazu: „Kannst du uns das vielleicht sogar erklären?“ Und ich habe geantwortet: „Man sieht es ihnen doch an!“

Heute weiß ich, dass ich mich damals, ohne es zu wissen, als Nietzscheaner geoutet habe. Das ist dem gemeinen Publikum schwer zu erklären. Ich will das mal so angehen: Ich stieß beim Stöbern im „Nachlass der Achtzigerjahre“ von Friedrich Nietzsche auf folgende Stelle, die ich per iPhone kopiert und dann als Bild gespeichert habe. Das erklärt die Wellenlinien (aufgeschlagene Buchseite), die also nicht genuin nietzschischer Natur sind, aber immerhin dem beschwingten Zustand nahekommen, in dem sich der Leser solcher Texte gelegentlich befindet.

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Da steht’s doch: „Bewegung ist eine Symbolik für das Auge; sie deutet hin, daß etwas gefühlt, gewollt, gedacht worden ist.“

Ich würde gern mit Molekularbiologen oder Chemikern über Nietzches Konzept diskutieren, den Leib zum Ausgangspunkt unserer Betrachtungen über die „Subjekt-Einheit“ zu machen. Was in einer Zelle passiert, wenn ich mich an etwas erinnere, z.B. (siehe Kandel, Auf der Suche nach dem Gedächtnis!), kann sehr wohl mit Begriffen wie „Befehl“ und „Gehorsam“ beschrieben werden. Etwas reagiert auf etwas, indem es Das-und-Das ausschüttet, etc. Da geht es doch darum, dass das eine Molekül vom anderen etwas will, was dieses dann tut. Tritt eine Störung ein, wird eine Macht gebrochen, etc. Des weiteren interessant die Bemerkung: Etwas NICHT zu wissen, kann manchmal überlebenswichtig sein. Stellt Euch doch bloß einmal vor, alle Ehebrüche dieser Welt würden gewusst! Das würde doch vermutlich das Ende von 80 % aller Ehen bedeuten. und das Ende unserer Kultur. Eine gewisse UNWISSENHEIT des „Regenten“ ist wesentlich. Heißt doch konkret z.B.: Würde ich jedes Fitzelchen einer sich andeutenden Krankheit sofort erkennen, könnte ich wahrscheinlich gleich den Totengräber bestellen.

Ich warte gelassen, ob nicht „die Untergebenen selber mit uns in Verkehr treten können“…  – Nein, das war jetzt aus dem Kontext gerissen und anmaßend. Aber ganz im Sinne Nietzsches. Ich bin gespannt, ob sich jemand dafür interessiert, über solche Dinge mit mir zu reden… Traut Euch! Ich werde Euch schon in die Pfanne hauen. Denn Ihr wisst ja, ich liebe Spiegeleier.

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