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Sonntags ans Schloss

Am Sonntag, den 10. Juni, begannen in Saarbrücken wieder die Blues-Konzerte. Am frühen Nachmittag würde eine Parade durch Saarbrücken ziehen, Christopher Street’s Day. Ich habe also einen Freund mit ans Schloss gebracht, der sich zunächst gesperrt hatte, da ihn wieder mal seine Migräne plagte  und er fast wahnsinnig vor Schmerzen wurde. Aber er kam dann schließlich doch mit. Wir haben uns gemeinsam (!) die First Class Blues Band angehört. Von der alten Truppe, die in den vergangenen Jahren immer wieder ans Schloss kam, war zunächst niemand da. Außer mir. Habe vor allem Gabi ganz groß vermisst. (Hallo Gabi, melde Dich mal!) Und es gab noch etwas Neues: Links und rechts von mir reckten sich Hände empor, mit Handys, die dazu benutzt wurden, offenbar das gesamte Konzert zu filmen. Schaurig. Denn diese Leute kriegen doch nichts mit und schauen sich das auch später nie mehr an. Und dabei spielte die Band wie gedopt. Chicago-Blues vom Feinsten. Mit einem realen roten Piano, Saxophon und Mundharmonika, Gitarre, Bass und Schlagzeug. Die Jungs verstehen ihr Handwerk und brachten die alten Stücke souverän rüber. Locker und witzig. Und auch mit ein bisschen Ernst. Denn im Grunde waren diese musikalisch sehr ernst zu nehmenden Typen ernst veranlagt. Das bringt der Blues so mit sich…  Es hat halt alles gepasst!  Und dann entdeckte ich Stefan, aber er mich nicht. Ich habe ihm zugewunken, aber er reagierte nicht. Später sagte er mir, er habe mich nicht erkannt. Nicht erkennen wollen? So ein seriöser älterer Müllmann mit Strohhut und 100 % verspiegelt-versiegelter Sonnenbrille wollte sich mit diesem Nietzsche-Hippie offenbar nicht gemein machen…

Stefan, mit scharfer Brille, aber ansonsten ziemlich unscharf, vielleicht auch ein bisschen zahnlos (kann man leider nicht genau erkennen), konzentriert sich ganz auf den Blues…

 

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Eingeordnet unter Blues am Schloss 2013, Zeitliches