Das Pferd, das ist Donald Trump. Und die Flüsterer sind all diejenigen, die alles tun, die Regungen dieses Pferdes zu verstehen, um darauf so reagieren zu können, dass dieses Pferd einigermaßen beherrschbar bleibt, was allerdings nur so viel bedeutet, dass sie vermeiden wollen, unter seinen Hufen zertrumpelt zu werden.
Das fing an mit den sog. Tech-Bossen, die zur Inauguration des Stallions erschienen, das setzte sich fort mit der massiven Aufwartung der EG-Prominenz im Weißen Haus, die dem ukrainischen Präsidenten den Rücken stärken wollten, und das setzt sich fort in London, wo der britische Premier und der König höchstpersönlich dafür sorgten, dass nichts das Wohlbefinden ihres Maga- oder Gaga-Gastes störte.
Was sich da abspielt, wird manchmal als unglaublich, als unvorhersehbar, als absurd bezeichnet. Aber schauen wir uns doch mal an, was Platon vor mehr als 2000 Jahren genau dazu zu sagen hatte:
Es ist so, als wenn jemand einer großen und gewaltigen Bestie (…) mit gutem Bedacht ihre Triebe und Begierden abmerkte, wie man sich nahen und wie man sie anfassen muß und wann sie am gefährlichsten oder am zahmsten ist und wodurch sie so gestimmt wird und die Töne, die sie bei den verschiedenen Gelegenheiten jedesmal von sich zu geben pflegt, und hinwiederum, durch was für Töne eines anderen sie besänftigt und zur Wut gereizt wird..
Das lässt Platon den Sokrates sagen in Der Staat.
Und das lässt sich genau so sagen über all die Trump-Flüsterer unserer Tage. Aber was ließe sich dem entgegenzusetzen? Sokrates würde sagen: Das unbeirrte Festhalten an dem Guten und dem Wahren.
Aber wer ist schon bereit für den Schierlingsbecher?
