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Prinz, auf den Hund gekommen

Der Prinz von Homburg:
O Gottes Welt, o Mutter, ist so schön!
Laß mich nicht, fleh ich, eh die Stunde schlägt,
Zu jenen schwarzen Schatten niedersteigen!
Mag er doch sonst, wenn ich gefehlt, mich strafen,
Warum die Kugel eben muß es sein?
Mag er mich meiner Ämter doch entsetzen,
Mit Kassation, wenns das Gesetz so will,
Mich aus dem Heer entfernen: Gott des Himmels!
Seit ich mein Grab sah, will ich nichts, als leben,
Und frage nichts mehr, ob es rühmlich sei!
(Heinrich von Kleist, Prinz Friedrich von Homburg, III,5)

(Der Prinz hatte einen Befehl nicht korrekt ausgeführt und wurde vom Kurfürsten deshalb zum Tode verurteilt. Die hier zitierte Stelle wurde sehr lange bei Theateraufführungen gestrichen, weil sie so menschlich ist… Es widersprach einfach der Staatsraison, was der Prinz in einem schwachen Moment da von sich gab… Näheres dazu hier.)

Heinrich von Kleist
Kleist

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Tyll

Unter „Reflexe und Reflexionen“ habe ich auf den zuletzt erschienenen Roman „Tyll“ von Daniel Kehlmann reagiert. Während der Lektüre dieses Buches fiel mir per Zufall ein altes Buch aus „Familienbesitz“ in die Hände, nämlich der erste Band von „Die alten Volksbücher nach den ältesten Druckvorlagen neu übertragen und mit neuen Figuren. I. Till Eulenspiegel. Alster-Verlag Hamburg, 1924″. Die nebenstehende Illustration wird in der Buchbesprechung kurz erläutert.

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